Oberpfalz & Bayern 12.09.2012, 19:10 Uhr

Frau und Kind gefesselt – Täter stirbt

Ein Mann aus Bamberg soll seine Ex-Frau und den 8-jährigen Sohn in einer Wohnung festgesetzt haben. Wenig später kommt er bei einem Autounfall ums Leben.

Ein 50-Jähriger kam in Oberfranken bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Die Polizei hatte nach ihm gefahndet.

Ein 50-Jähriger kam in Oberfranken bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Die Polizei hatte nach ihm gefahndet.

Ulm/Augsburg. Ein 50-Jähriger, der seine Frau und sein Kind am Dienstag in Ulm gefesselt und geknebelt haben soll, ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das Auto des Mannes sei am Mittwoch im oberfränkischen Scheßlitz aus ungeklärter Ursache gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei mit. „Der Fahrer wurde in seinem völlig demolierten Autowrack eingeklemmt und war vermutlich sofort tot“, sagte ein Sprecher. Kurz vor dem Unfall habe eine Polizeistreife den gesuchten Wagen erkannt und sei ihm in einigem Abstand gefolgt.

Die Polizei hatte bundesweit nach dem 50-Jährigen gefahndet. Der Mann aus Bamberg soll seine 36 Jahre alte Ex-Frau und seinen achtjährigen Sohn am Dienstag in einer Wohnung im Ulmer Stadtteil Wiblingen gefesselt zurückgelassen haben. Ein Bekannter hatte die beiden nach einem Anruf der Mutter entdeckt und das Kind, das bereits bewusstlos war, wiederbelebt. Die Frau und ihr Kind seien in ärztlicher Betreuung, hieß es. Die Hintergründe der Tat seien nach wie vor unklar, die Polizei geht von versuchtem Mord aus.

Laut Polizei stand der 50-Jährige auch im Verdacht, mehrere Brände in Baden-Württemberg und Bayern gelegt zu haben. So soll er am Dienstag einen Brandsatz in seine leere frühere Wohnung in Augsburg geworfen haben. In Nerenstetten (Alb-Donau-Kreis) wurde in der Nacht zum Dienstag versucht, ein Haus anzuzünden. Ein weiterer Brand in der gleichen Nacht verursachte in einer Ulmer Schreinerei einen Schaden in Millionenhöhe. In dem Betrieb, in dem der 50-Jährige früher beschäftigt war, hatte es bereits im Juni gebrannt. In allen Fällen gebe es Bezüge zu dem Gesuchten. (dpa)

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