Oberpfalz & Bayern 05.07.2012, 16:46 Uhr

Glück will Katholikentag ohne Tabus

Ein lebendige Kirche hat eine große Integrationskraft, sagt ZdK-Präsident Alois Glück im Gespräch mit Christine Schröpf und Marianne Sperb.

Begrüßt die Vielfalt der Glaubenswege: Alois Glück. Foto: altrofoto.de

Begrüßt die Vielfalt der Glaubenswege: Alois Glück. Foto: altrofoto.de

Regensburg. Knapp zwei Jahren vor dem #Katholikentag 2014 in #Regensburg werden wichtige Weichen gestellt. In Regensburg formierte sich am Donnerstag das Organisationskomitee. Und Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der #Katholiken, traf auf einen unerwarteten Gesprächspartner: Gerhard Ludwig Müller ist inzwischen Erzbischof in Rom und Präfekt der Glaubenskongregation. „Übergangsbischof“ Wilhelm Gegenfurtner führt jetzt die Geschäfte – und hat auch bei der Vorbereitung des Großereignisses mit bis zu 80.000 Besuchern ein Wörtchen mitzureden.

Herr Glück, macht die Sedisvakanz bis zur Ernennung eines neuen Oberhirten die Vorbereitungen schwieriger?

Nein. Das ändert grundsätzlich nichts. Die Diözesanleitung hat ausdrücklich erklärt, dass das Projekt Katholikentag 2014 vom Wechsel unberührt ist.

Sie verhandeln jetzt fürs Erste mit dem Wilhelm Gegenfurtner, danach mit dem neuen Bischof. Macht das nicht gerade heikle Absprachen – etwa zur Beteiligung von Donum Vitae – komplizierter?

Ich denke nicht. Die Diözesanleitung ist weiter voll handlungsfähig. Bei einem Vorgespräch mit Gerhard Ludwig Müller im vergangenen Oktober gab es Einvernehmen darüber: Der Katholikentag ist ein Ort des offenen und respektvollen Gesprächs und der Diskussion. Ich hoffe, dass uns das in Regensburg ähnlich gut gelingt, wie vor vier Wochen beim Katholikentag in Mannheim. Dort ist kein Thema tabuisiert worden. Alle Fragen, die die Gläubigen beschäftigen, müssen ihren Platz haben. Es ist eine große Bereicherung, die Vielfalt kirchlichen Leben, der Frömmigkeit und der Glaubenswege zu erleben. Das hat eine integrierende Wirkung für unsere Kirche. Wir können selbstbewusst genug sein, nicht irgendwelche Themen von vornherein auszugrenzen.

Das gilt auch für Personen, die Teile der Kirche kritisch sehen: Professorin Sabine Demel, die frühere Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn oder den früheren Diözesanratsvorsitzenden Fritz Wallner?

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