Oberpfalz & Bayern 13.07.2012, 16:40 Uhr

JU fordert Verjüngung

Am Samstag trifft sich der CSU-Nachwuchs zur Landesverlammung. Dabei soll die Generationengerechtigkeit im Mittelpunkt stehen.

Junge Union

Junge Union

München. Die bayerische Junge Union (JU) will am Samstag eine „Offensive“ für mehr Generationengerechtigkeit starten. Wichtige Forderungen etwa zur Sozial- und Bildungspolitik sollen nach dem Willen der CSU-Nachwuchsorganisation im nächsten Jahr in das Wahlprogramm der Partei einfließen. Harsche Kritik an CSU-Chef Horst Seehofer wird bei der zweitägigen Landesversammlung der JU im oberbayerischen Bad Aibling aber nicht erwartet.

JU-Chefin Katrin Albsteiger lobte am Freitag bei einem Pressegespräch in München die „deutlichen Worte“ Seehofers in Richtung Bundesregierung bei den Themen Betreuungsgeld und Euro-Schuldenkrise. Es sei richtig, wenn jemand „auch mal auf den Tisch haut“. Die CSU habe „den Anspruch, auch die CDU zu stupsen, wo es zu stupsen geht - und im Zweifel auch mal klare Kante zu zeigen“.

Albsteiger zeigte sich auch insgesamt zufrieden mit der Arbeit Seehofers. So habe der Ministerpräsident mit seinem Plan für ein schuldenfreies Bayern bis zum Jahr 2030 „ein Zeichen gesetzt“. Auf die Frage, ob der 63-Jährige trotz seines Alters der richtige Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Herbst 2013 sei, antwortete sie: „Er scheint mir fit wie nie zu sein.“

Forderung nach „gutem Mix“ aus Jung und Alt

Albsteiger forderte jedoch, der Parteinachwuchs müsse in die Entwicklung des Wahlprogramms „einbezogen“ werden. Außerdem müsse die CSU darauf achten, dass genügend junge Kandidaten bei der Bundes- und Landtagswahl aufgestellt werden.

Die JU-Chefin fügte hinzu: „Wir wollen niemanden zwangsweise von seinem Platz wegschubsen.“ Aber wenn es die Möglichkeit gebe, Direktmandate oder Listenplätze neu zu besetzen, müsse es einen „guten Mix“ aus Jung und Alt geben.

Im „Münchner Merkur“ ergänzte Albsteiger: „Wenn der Ministerpräsident - von mir aus - grau meliert ist, muss die JU aber dafür streiten, dass die restlichen Positionen besser auf alle Altersgruppen verteilt werden.“ In der CSU-Landtagsfraktion sei fast ein Drittel der Abgeordneten über 60, der Anteil der Abgeordneten unter 40 liege nur bei 7 Prozent: „Diese Zahlen sprechen für sich.“

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