Krisengespräch in Oberpfälzer CSU
Am Montag kommt es zum Treffen zwischen Emilia Müller und Alexander Flierl: Beide kämpfen um das Schwandorfer Direktmandat für die Landtagswahl.
Weder Europaministerin Emilia Müller (l.) noch ihr Herausforderer Alexander Flierl können ihres Sieges sicher sein.
Schwandorf. Der Krisengipfel des CSU-Kreisverbandes Schwandorf in Sachen Kampfkandidatur um das Direktmandat für die Landtagswahl 2013 steht unmittelbar bevor. Die Oberpfälzer Bezirksvorsitzende und Europaministerin Emilia Müller sowie der Kreisvorsitzende Alexander Flierl bewerben sich um das Mandat. Beide treffen bei der für Montagabend anberaumten Sitzung aufeinander. Das bestätigte der örtliche CSU-Landtagsabgeordnete Otto Zeitler. Der Termin ist nach Worten Flierls mit Müller abgestimmt, die Ministerin habe zugesagt.
Zeitler, um dessen Nachfolge es im Disput geht, rechnet am Montag nicht mit einer Einigung. Es werde der weitere zeitliche Fahrplan festgelegt. Wichtigster Punkt: Wann findet die Nominierungsvesammlung statt, bei der die Delegierten über den Direktkandidaten entscheiden. Müller und Flierl hatten zuletzt einen Termin noch in diesem Jahr favorisiert, damit die Personaldiskussion rasch beendet ist. „Es ist in meinem Sinne, dass es zügig gemacht wird“, sagte Müller beim CSU-Bezirksparteitag Ende September in Roding. Flierl bekräftigte am Mittwoch auf MZ-Anfage, dass das die Wunschoption bleibt. „Ziel ist, dass wir noch heuer zur Versammlung einladen und sie auch durchführen.“ Doch offenbar wird er nicht auf Biegen und Brechen an diesem engen Zeitplan festhalten. Offiziell darf sich der Kreisverband für die Nominierungsversammlung bis 13. April 2013 Zeit lassen, betont Flierl.
Die Fronten sind verhärtet
Auch Zeitler findet nicht entscheidend, ob die Delegierten noch 2012 oder erst 2013 zu den Wahlurnen gerufen werden. „Es ist nicht so dramatisch, ob es nun im November oder Januar stattfindet. An den Fakten ändert sich ja nichts.“
Die Fronten im Streit um das Direktmandat sind verhärtet: Müller und Flierl haben signalisiert, nicht auf eine Kandidatur zu verzichten. Der Ausgang dieser Machtprobe gilt als ungewiss. Beide Seiten verfügen über gute Netzwerke.

