Oberpfalz & Bayern 06.09.2012, 11:38 Uhr

Mordprozess beginnt im November

Vor zehn Monaten wurde ein Rentner in Weiden mit einer Armbrust niedergestreckt und erstochen. Ab 2. November steht ein junges Paar vor Gericht.

Archiv: Polizeibeamte von der Spurensicherung arbeiten am Mittwoch (25.01.2012) am Ortsrand von Weiden am Tatort, einem Radweg, wo ein etwa 50 Jahre alter Mann erstochen aufgefunden wurde. Foto: dpa

Archiv: Polizeibeamte von der Spurensicherung arbeiten am Mittwoch (25.01.2012) am Ortsrand von Weiden am Tatort, einem Radweg, wo ein etwa 50 Jahre alter Mann erstochen aufgefunden wurde. Foto: dpa

Weiden. Gut zehn Monate nach einer tödlichen Armbrust-Attacke auf einen Rentner in Weiden muss sich ein Pärchen vor Gericht verantworten. Der Prozess beginne am 2. November, sagte am Donnerstag der Präsident des Landgerichts Weiden, Walter Leupold. Er bestätigte einen Bericht der Zeitung „Der Neue Tag“. Einem 22 Jahre alten Bundeswehrsoldaten aus Regen wird Mord und versuchter Raub vorgeworfen. Laut Anklage hat er den Rentner zunächst mit der Armbrust in den Rücken geschossen und anschließend mit 18 Messerstichen getötet.

Die 23 Jahre alte Freundin des Soldaten soll den Tatort abgesichert haben. Sie muss sich wegen versuchten Raubes mit Todesfolge sowie Betrugs mit Urkundenfälschung verantworten. Die Staatsanwaltschaft konnte der Frau keine Tötungsabsicht nachweisen. Sie hatte jedoch am Tattag mit einem gefälschten Überweisungsauftrag bei einer Bank 3000 Euro auf ihr Konto transferiert. Das Urteil soll noch im Dezember gesprochen werden.

Nach der Tat am 25. Januar war das Paar den Ermittlungen zufolge zunächst mit einem Wagen nach Berlin geflüchtet und hatte sich anschließend ins Ausland abgesetzt. Auf dem Flughafen der Kanareninsel Fuerteventura wurden die beiden festgenommen. Bei den polizeilichen Vernehmungen soll der Soldat die Tötung des Rentners eingeräumt haben. Er hatte kurz vor der Attacke auf den 66-Jährigen mit der Armbrust auf einen Hund geschossen. Die Waffe war in der Nähe des Tatorts in Weiden gefunden worden.

Das Landgericht Weiden hat fünf Verhandlungstage angesetzt. 4 Sachverständige und 36 Zeugen sind geladen, darunter auch ein Spaziergänger, der den sterbenden Mann am Rande eines Radwegs gefunden hatte. (dpa)

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