Oberpfalz & Bayern 25.07.2012, 21:17 Uhr

Müller ist für eine Woche zurück

Am Mittwochabend zelebrierte der Erzbischof in Regensburg eine Messe mit angehenden Priestern. Der Terminplan bis zum Samstag ist prall gefüllt.

Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller ist für eine Woche zurück. Foto: altrofoto.de

Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller ist für eine Woche zurück. Foto: altrofoto.de

Von Christine Schröpf, MZ

Regensburg. Es ist ein Adieu auf Raten: Das große Abschiedsfest für den früheren Regensburger Oberhirten und neuen Präfekten der römischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, findet erst am 23. September statt. Am Mittwochabend aber kam er vorab ins Regensburger Priesterseminar, zelebrierte in der Schottenkirche mit künftigen Dienern Gottes die Messe. Damit schloss sich ein Kreis. Vor zehn Jahren hatte Müller hier an seinem ersten Arbeitstag als Bischof frühmorgens Gottesdienst gefeiert. Er wollte so ein Zeichen setzen und den hohen Stellenwert der Priesterausbildung unterstreichen. „Das Priesterseminar ist das Herzstück jeder Diözese“, sagt er bis heute. Bei der Messe erinnerte er die Priester an die hohe Bedeutung des Dienens und erteilte Geltungssucht, Eifersucht und Konkurrenzdenken eine Absage. „Christus beruft nicht die größten Helden, sondern einfache Menschen aus dem Volke“, sagte er.

Gute Priester erkenne man daran, dass sie Licht, Verständnis und Gerechtigkeit in die Welt bringen. In der Kirche blieben einige Plätze frei. Der frühere Generalvikar Michael Fuchs war da. Weihbischof Reinhard Pappenberger zählte zu den Konzelebranten.

Müller war erst wenige Stunden zuvor aus Rom eingetroffen. Er bleibt eine Woche und hat sich ein großes Pensum verordnet. Am Donnerstagabend kommt er zum Anna-Schäffer-Gebetstag nach Mindelstetten – es ist die Vorbereitung auf die Heiligsprechung Schäffers im Oktober. Morgen steht ein Pontifikalamt für Mitarbeiter des Ordinariats auf der Agenda, am Samstag dann das Anna-Fest in Sulzbach-Rosenberg.

Im Priesterseminar wurde am Mittwoch mit den 63 Seminaristen ganz familiär gegrillt und ein Fass Bier angezapft, so Regens Martin Priller. „Wir blicken dankbar zurück auf zehn Jahre Bischof Müller.“ Im Haus am Bismarckplatz soll der Erzbischof auf Dauer bei jedem Regensburg-Besuch willkommen sein. Priller will ihn ein Zimmer fest reservieren.

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