Münchner tot in Gletscher gefunden
2001 verschwand ein Bergsteiger aus München spurlos in den Alpen. Nun fand ein Bergführer seine Leiche. Der Mann war offenbar in eine Gletscherspalte gestürzt.
Eine Gletscherspalte in den Ötztaler Alpen: Ein Bergführer hat die Leiche eines vermissten Münchners gefunden. Foto: dpa
Wien/Innsbruck. Die Leiche eines vor mehr als einem Jahrzehnt verschwundenen Münchners ist im Eis der Ötztaler Alpen gefunden worden. Der 1973 geborene Bergsteiger sei 2001 vermutlich in eine Gletscherspalte gestürzt und erfroren, sagte ein Polizeisprecher in Wenns (Tirol, Österreich) am Mittwoch. Weil die Gletscher seit Jahren abschmelzen, sei die Leiche nun aufgetaucht.
Ein Bergführer entdeckte nach Schilderung der Polizei vergangenen Donnerstag auf 3000 Metern Höhe eine aus dem Eis ragende Hand und einen Teil des Kopfes. Einsatzkräfte befreiten die Leiche mit einem Bohrhammer, ein Hubschrauber flog sie ins Tal. Über einen Abdruck des Zahnschemas identifizierten Gerichtsmediziner den Mann als den vermissten Münchner. Der Bergsteiger war nach Polizeiangaben damals allein unterwegs gewesen und gut ausgerüstet. (dpa)

