Oberpfalz & Bayern 01.10.2012, 18:51 Uhr

MZ-Redakteure räumen wichtigen Preis ab

Dickes Lob für die Redaktion Regensburg der MZ: Beim Deutschen Lokaljournalistenpreis belegt sie mit ihren Themenwochen Platz zwei.

erstes Bild Bild zurück
Bild 1 von 2
Bild weiter letzes Bild
Stellvertretend für die Lokalredaktion Regensburg nahmen Redaktionsleiter Josef Pöllmann (2.v.l.), Marianne Sperb und Ernst Waller den Preis von Prof. Hans-Gert Pöttering, dem Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung (l.), und Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert (r.) entgegen. Foto: KAS

Stellvertretend für die Lokalredaktion Regensburg nahmen Redaktionsleiter Josef Pöllmann (2.v.l.), Marianne Sperb und Ernst Waller den Preis von Prof. Hans-Gert Pöttering, dem Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung (l.), und Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert (r.) entgegen. Foto: KAS

Regensburg. Hohe Auszeichnung für die Regensburger Lokalredaktion der Mittelbayerischen Zeitung: Bei einer Festveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung sind am Montag in Bonn die MZ-Journalisten für den zweiten Platz beim Deutschen Lokaljournalistenpreis 2011 geehrt worden. Die Juroren mussten in diesem Jahr unter 588 Einsendungen entscheiden.

Der Jury-Vorsitzende Dr. Dieter Golombek war voll des Lobes über das Konzept der Themenwochen, das die MZ eingereicht hatte. Er sagte in seiner Laudatio: „Themen, die die Menschen bewegen, macht die Redaktion zum Stadtgespräch. Sie nimmt sich Platz und Zeit, um diese Themen mindestens eine Woche lang von allen Seiten zu beleuchten.“ Die MZ-Redaktion hake nach, wo immer es erforderlich sei. Sie lasse Experten, Leser wie User mit ihren Ideen und Meinungen zu Wort kommen.

Themen groß in Szene setzen

„Ein Beitrag zur Diskussionskultur in der Stadt“, resümierte der Sprecher der Juroren. Denn die Redaktion mache das Wichtige wichtig, setze Themen groß in Szene, die ihre Leser bewegen. Dadurch erhielten die Themen den Raum, den sie brauchten, um bei Lesern und Usern verständlich zu werden. „Die Zeitung erfüllt ihre Forumsfunktion, dient mit Öffentlichkeit.“ Anschließend überreichte Dr. Golombek zusammen mit Prof. Hans-Gert Pöttering, dem Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, und Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert den Preis an den Regensburger Redaktionsleiter Josef Pöllmann. „Die vielen Konzepte zeigen, dass sich die Zeitungen in Deutschland regelmäßig neu erfinden“, sagte der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung in seiner Laudatio.

Bundestagspräsident Lammert warnte davor, wenn Menschen das Internet einseitig zum Wissenserwerb und zur Meinungsbildung nutzen, anstatt Nachrichten zu konsumieren, die Journalisten nach Relevanzkriterien ausgesucht haben. Lammert erklärte vor mehr als 1000 Gästen ein Rezept für gut gemachte Zeitungen: „Sie sind analytisch, nicht lexikalisch.“ Ein Punkt, auf den auch bei den MZ-Themenwochen viel Wert gelegt wurde. Deren Idee ist schnell erklärt: Oft wollen Politik und öffentliche Verwaltungen bestimmen, wann ein Thema für die Bürger wichtig ist. Auf der Strecke bleibt die Diskussionskultur in einer Stadt. Dem wirkt die Lokalredaktion Regensburg mit ihren Schwerpunktwochen entgegen. Das Ziel: Die MZ und damit ihre Leser und User bestimmen, wann ein Thema Stadtgespräch wird, und vor allem für wie lange es auf der politischen Agenda bleibt. Mit dem Instrument „Themenwochen“ schafft die Redaktion die Plattform für eine neue Diskussionskultur, auf der sich Bürger, Zeitung, Experten und Politik auf Augenhöhe begegnen und diskutieren.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo