Oberpfalz & Bayern 11.06.2012, 16:27 Uhr

Pizza mit Metall: Lieferdienst muss zahlen

Eine Münchnerin biss sich ein Stück Zahn aus, als sie eine Pizza aß –im Belag verbarg sich ein Metallteil. Der Pizzabäcker kommt für die Krone auf.

Eine Pizza, auf der ein Stück Metall lag, kommt einen Lieferservice aus München teuer zu stehen. Foto: dpa

Eine Pizza, auf der ein Stück Metall lag, kommt einen Lieferservice aus München teuer zu stehen. Foto: dpa

München. Als sie herzhaft in ihre vegetarische Pizza biss, knackte es und ein Stück vom Zahn brach ab. Wegen eines Metallteils auf der Pizza muss ein Pizzadienst einer Kundin mehr als 1400 Euro zahlen. Wie das Münchner Amtsgericht am Montag berichtete, wurde der Pizzaservice rechtskräftig zu Schadensersatz und Schmerzensgeld verurteilt (Az.: 231 C 7215/11).

Der Freund des Pizzabelag-Opfers hatte im September 2010 in der Pizzabäckerei zwei Pizzas geordert und abgeholt. Daheim hatte der Mann die beiden Pizzas jeweils zur Hälfte gegessen und den Rest für seine Freundin warm gestellt. Als die Frau später die „Pizza Vegetaria“ genießen wollte, biss sie auf ein Metallstück und ein Backenzahn brach teils ab. Daraufhin beschwerte sich die Frau bei dem Pizzadienst, der das Corpus Delicti abholen ließ. Der beschädigte Zahn erhielt später eine Teilkrone.

Dafür musste die Frau mehr als 1100 Euro zahlen. Als der Pizzaservice diese Kosten nicht übernehmen wollte, klagte die Frau. Vor Gericht bestritt das Unternehmen, dass es ein Metallstück eingebacken habe – das Beweisstück sei aber leider verloren gegangen. Das Gericht ließ das nicht gelten und sah die „Pizza mit Eisenbelag“ als bewiesen an. Die Richterin wies darauf hin, dass das verschwundene Eisenteil von einer Konservendose in der Küche des Pizzadienstes stammen könnte. Neben den Behandlungskosten muss das Unternehmen auch 300 Euro Schmerzensgeld zahlen.

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