Tierschützer laufen Sturm gegen Rodeo
Tierschützer aus ganz Deutschland wollen das geplante Rodeo beim Deutsch-amerikanischen Volksfest verhindern – notfalls per Gericht.
Vilseck.
Tierschützer aus ganz Deutschland laufen Sturm gegen das geplante „American Rodeo“ beim Deutsch-amerikanischen Volksfest in Vilseck (Lkr. Amberg-Sulzbach). In vielen Mails an die Medien der Region sowie Brandbriefen an den Kommandeur der US-Brigade am Truppenübungsplatz Grafenwöhr und den bayerischen Umweltminister Markus Söder protestieren die Tierschützer gegen das Spektakel.
Am Donnerstag soll die erste von vier Shows auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes bei Vilseck starten. Veranstalter Dieter Brand gelobte im MZ-Gespräch, sich an die bayerische Verordnung zum Schutz von Pferden und Rindern bei Rodeos zu halten, kündigte aber gleichzeitig auch das in Bayern verbotene Bullenreiten an.
Seit 2006 verboten
Die Arbeitsgruppe Tierschutz der Länderarbeitsgemeinschaft gesundheitlicher Verbraucherschutz (LAGV) hat 2006 beschlossen, dass die Länder im Rahmen der tierschutzrechtlichen Erlaubnis für Rodeoveranstaltungen die Disziplinen „Wild-Horse-Race“ und „Bullenreiten“ sowie den Einsatz von Flankengurt und Sporen bei den Disziplinen „Bare Back Riding“ und „Saddle Bronc Riding“ wegen der dadurch verursachten Schmerzen, Leiden und Schäden verbieten.
Mitglieder der Initiative „Anti-Corrida“, eine Arbeitsgemeinschaft von „animal 2ooo — Menschen für Tierrechte Bayern e. V.“, wandten sich an das Veterinäramt des Landkreises Amberg-Sulzbach und Minister Söder. Dieser wurde dazu aufgefordert, alles dafür zu tun, damit der Erlass zu Rodeoveranstaltungen auch dieses Jahr halte. Im Zweifelsfall wollen sich die Tierrechtler an das Verwaltungsgericht Regensburg wenden.



