Oberpfalz & Bayern 26.01.2012, 15:52 Uhr

Mann in Weiden erstochen

Ein Passant findet am Ortsrand von Weiden einen Schwerverletzten – und sieht ein Pärchen flüchten. Der Notarzt kann nur noch seinen Tod feststellen.

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        Polizeibeamte suchen am Donnerstag den Tatort am Ortsrand von Weiden ab. Hier ist am Mittwochabend ein Mann niedergestochen worden. Foto: Gabi Schönberger

Polizeibeamte suchen am Donnerstag den Tatort am Ortsrand von Weiden ab. Hier ist am Mittwochabend ein Mann niedergestochen worden. Foto: Gabi Schönberger

Weiden. Ein 66 Jahre alter Mann ist am Mittwochabend auf der Konradshöhe in Weiden offenbar erstochen worden. Es war gegen 19.30 Uhr, als ein Spaziergänger hier, auf dem Radweg zwischen Konradshöhe und Emersricht, einen leblosen Mann fand. Er wies offenbar Stichverletzungen im Rücken auf. Der Verletzte war laut Feuerwehr zunächst noch ansprechbar, verstarb aber bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.

Die Polizei hat die Identität des Mannes mittlerweile geklärt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Es handelt sich um einen 66-Jährigen aus Weiden mit deutscher Staatsangehörigkeit. Bislang sind die Hintergründe der Tat aber noch völlig unklar.

Der 35 Jahre alte Zeuge, der das Opfer fand, hatte beobachtet, wie ein junges Pärchen mit einem Auto unbekannten Typs von der Konradshöhe floh. In welchem Zusammenhang diese beiden Personen zum Geschehen stehen ist unklar. Auf Nachfrage der MZ-Online-Redaktion bestätigte der Polizeisprecher Michael Rebele, dass in der Nähe des Tatorts eine Armbrust gefunden wurde. Ob die Waffe in einem Zusammenhang mit der Tat stehe, sei aber reine Spekulation, sagte Rebele. Ungeklärt ist bislang Rebele zufolge auch, ob es sich um eine Sportwaffe oder eine Kinderarmbrust handle.

Die Polizei löste am Mittwochabend sofort eine Großfahndung aus. Polizeikräfte aus den Großräumen Weiden und Amberg wurden unterstützt durch Streifen der Bundespolizei. Kripo und Staatsanwaltschaft Weiden ermitteln. Es war eine gespenstische Szenerie, die sich am späten Mittwochabend auf der Konradshöhe bei Weiden zeigte. Die Feuerwehr hatte das Feld hell ausgeleuchtet, von dem man auf die Stadt hinunter blicken kann. Polizeibeamte in weißen Overalls sicherten erste Spuren.

Aufschluss zu den Todesumständen soll die für Donnerstag angesetzte Obduktion des Opfers geben. Am Donnerstag soll außerdem das Feld weiter abgesucht werden.

Die Tat in Weiden ist das dritte Tötungsdelikt in der Oberpfalz binnen einer Woche. Erst vergangenen Mittwoch starben nach zwei Familientragödien in Schwandorf und Altenstadt vier Menschen.

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