Oberpfalz & Bayern 09.08.2012, 12:46 Uhr

Verbraucher fühlen sich oft machtlos

Eine Studie zeigt, dass viele Bürger es schwer finden, Rechte gegenüber Unternehmen durchzusetzen. Bei Beschwerden fühlen sie sich nicht ernst genommen.

Zwei Drittel der bayerischen Bürger halten es für schwer, ihre Rechte gegenüber Unternehmen durchzusetzen. Foto: dpa

Zwei Drittel der bayerischen Bürger halten es für schwer, ihre Rechte gegenüber Unternehmen durchzusetzen. Foto: dpa

München. In Auseinandersetzungen mit Telefonfirmen, Internetanbietern, Banken und Versicherungen fühlen sich bayerische Verbraucher oft machtlos. Das ist ein Ergebnis einer neuen Studie, die Verbraucherschutzministerin Beate Merk (CSU) am Donnerstag in München vorstellte. Diesem „Verbrauchermonitor“ zufolge halten es zwei Drittel der bayerischen Bürger für schwer, ihre Rechte gegenüber Unternehmen durchzusetzen. Zudem ist in Beschwerdefällen Geduld gefragt: Fast die Hälfte der Befragten musste sechsmal und mehr mit dem betreffenden Unternehmen Kontakt aufnehmen, ein Viertel der Verbraucher musste demnach sogar mehr als zehnmal aktiv werden.

Merk mahnte die Unternehmen deshalb: „Vergessen Sie nicht: Verbraucher sind Ihre Kunden und damit wichtigste Geschäftsgrundlage!“ Beschwerden und Streitfälle müssten ernst genommen werden, ihre Bearbeitung dürfe nicht verzögert werden.

Für den neuen „Verbrauchermonitor“ hatte das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK 708 Bürger in Bayern über 14 Jahre befragt. (dpa)

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