Wie ein wunderschöner Traum
Die Traumfabrik begeistert bei der Weihnachts-Gala 2011 mit Weltklasse-Artistik, Multimedia-Effekten und Evergreens.
Regensburg.
Das Publikum im ausverkauften Audimax teilt sich am Mittwochabend, als die Traumfabrik mit ihrer Weihnachts-Gala Premiere feiert, in zwei Hälften: Die eine Hälfte hat die Traumfabrik schon häufiger gesehen, ist also „Stammgast“, die andere Hälfte kostet zum ersten Mal von der Droge. Denn dass es eine Droge ist, eine von der guten und ungefährlichen Sorte, ist offensichtlich. Wie sonst wäre es zu erklären, dass sich – spätestens als Mimenkünstler Georg Sosani die Traumfabrik-Szenerie zu himmlischen Geigenklängen von Antonia von der Goltz betritt – dieses Gefühl eines wahrgewordenen Traums einstellt.
Eingehüllt in diesen Traumfabrik-Gefühlskokon beginnen nun die unterschiedlichsten Sinneserlebnisse. Die Multimedia-Theaterszenen schicken den Betrachter mit Musik, raffinierter Beamertechnik und eindrucksvollen Tanz- und Bewegungsszenen in den Sog einer hektischen Welt, in der Zeit und Schnelligkeit herrschen. Doch das Bild wirkt verzerrt, so als würde man es verbiegen.
Georg Sosani, der Akrobatik-Künstler aus Tiflis, der mit der Ausdruckskraft seines Körpers die unterschiedlichsten Gestalten entstehen lässt, zeigt eine herrliche Pantomime: Sein „Kampf“ mit einem Luftballon mit Superkräften ist sensationell gut!
Schwerkraft überwunden
Mit viel Selbstironie lehrt der Feuerartist Sebastian Berger beim Hantieren mit hohen Flammen zu den Klängen eines gejodelten Can-Cans sein Publikum das Staunen. Die Truppe „Jonglissimo“ mit den österreichischen Jonglierweltmeistern Manuel und Christoph Mitasch präsentiert schwierigste Jonglierkunst: Ihre leuchtend orangefarbenen Ringe fliegen so schnell, dass bei den Zuschauern der optische Effekt entsteht, als würden die jungen Männer Röhren und keine Ringe schleudern. Doch so schnell sie auch jonglieren können, extrem langsam können sie es auch – zum Gesang von Isabelle Fischer zeigen sie diese große Kunst. Begeisterungsstürme entfacht der kanadische Artist Hugo Noël, der mit seinem rotierenden Reif ein Duett „tanzt“, das leicht und anmutig scheint und dabei höchste Körperbeherrschung und Kraft erfordert.


