Oberpfalz & Bayern 31.07.2012, 16:03 Uhr

Wiesn fährt neue Attraktionen auf

Beim Münchner Oktoberfest gibt es 2012 unter anderem Live-Übertragungen aus der Geisterbahn. Der Festleiter verspricht qualitative Verbesserungen.

Wirtschaftsreferent und Festleiter Dieter Reiter bei der Oktoberfest-Pressekonferenz der Stadt München am Dienstag Foto:dpa

Wirtschaftsreferent und Festleiter Dieter Reiter bei der Oktoberfest-Pressekonferenz der Stadt München am Dienstag Foto:dpa

München. Live-Bilder aus der Geisterbahn, eine Riesen-Resi mit dem singendem Elch „Hubertus“ und Forscherexpeditionen für Kinder – auch mit solchen neuen Attraktionen soll das Münchner Oktoberfest vom 22. September bis zum 7. Oktober mindestens sechs Millionen Besucher anlocken. Wegen des Zentral-Landwirtschaftsfests (ZLF) sei es eine „kleine“ Wiesn, dafür gebe es qualitative Verbesserungen, sagte Wirtschaftsreferent Dieter Reiter (SPD) am Dienstag in München. Im Südteil des Festgeländes feiern die Bauern in der ersten Wiesn-Woche alle vier Jahre das ZLF, das neueste Entwicklungen aus Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft zeigt.

Auch heuer liegen Hightech und Historie auf der Wiesn nah beieinander. Die Geisterbahn Shocker setzt auf Live-Übertragungen aus der stockfinsteren Gruselstrecke, in der auch noch ein Geisterfahrer unterwegs ist. Dafür spielt im Osten des Festgeländes erstmal ein restauriertes Orchestrion aus den 1950er Jahren auf. Die Tanzorgel vereint zehn Instrumente von Akkordeon über Posaune und Xylofon bis zu Schlagzeug und Hammondorgel und kann 500 Lieder zum Besten geben.

An neuen Devotionalien, die vermutlich erst nach gewissem Bierkonsum Anklang finden, fehlt es nicht: Strumpfbänder mit bunten Herzen sollen zarte Damenfesseln zieren – analog zur Schleife der Dirndlschürze bedeutet links getragen „noch zu haben“ und rechts „vergeben“. Nicht neu, aber nie in seiner tiefen Bedeutung geklärt: das Bierglas mit Wiesn-Emblem in Form eines Nikolausstiefels.

Kleine Besucher sollen bei Wiesn-Forscherexpeditionen und Schulklassen-Führungen erstmals hinter die Kulissen des weltgrößten Volksfestes blicken und etwas über die ausgeklügelte Technik wie auch über die gut 200-jährige Geschichte des Fests erfahren. Für die Jüngeren gibt es ein Sammel-Quartett und für die Allerkleinsten einen Schnuller im weiß-blauen Design. „Ich bin nicht sicher, ob er nach Wiesn schmeckt, aber er schaut nach Wiesn aus“, sagte Reiter.

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