Panorama 20.09.2012, 18:45 Uhr

Der Kino-Papa lässt die Romantik beiseite

Til Schweiger inszeniert mit „Schutzengel“ einen Thriller. André Wesche sprach mit ihm über Sprengsätze, Elitesoldaten und sein „Tatort“-Debüt.

Til Schweiger als Max Fischer und Luna Schweiger als Nina im Actiondrama „Schutzengel“ Foto: Warner Bros.

Til Schweiger als Max Fischer und Luna Schweiger als Nina im Actiondrama „Schutzengel“ Foto: Warner Bros.

Herr Schweiger, an einen Actionthriller mit Feuergefechten auf deutschem Boden muss sich der Kinogänger erst gewöhnen.

Ja. Als wir in den 90ern „Knockin’“ gemacht haben, war das auch ein Film, wie es ihn bisher noch nicht gegeben hatte. Die Zuschauer haben sich schnell daran gewöhnt.

Wie wichtig war Ihnen der Aspekt der deutschen Heimkehrer von internationalen Kriegsschauplätzen?

In erster Linie wollte ich ein Actiondrama machen und diese fiktive Geschichte erzählen. Ich habe mich monatelang mit Paul, einem Elitesoldaten, unterhalten und daraufhin das Drehbuch geschrieben. Viele Dialoge im Film stammen aus diesen Gesprächen.

Gibt es schon Reaktionen auf den Film?

Wir haben „Schutzengel“ dem Veteranenverband gezeigt. Dort sagte man, den Film müssten die Jungs in Afghanistan sehen. Wir waren dann vier Tage da unten, haben unzählige Gespräche geführt. Viele Soldaten sind traurig darüber, dass ihre Leistung nicht anerkannt wird. Wenn der Film helfen würde, über dieses Thema zu reden, wäre schon viel getan.

Hat es dem Regisseur von „Keinohrhasen“ und „Kokowääh“ Spaß gemacht, es mal richtig krachen zulassen?

Die Actionszenen waren sehr aufreibend. Auch wenn es keine richtige Munition ist, wird ja trotzdem mit Sprengladungen gearbeitet. Man steht ständig unter Spannung. Man hofft, dass alles gutgeht. Ich habe dann doch ein bisschen was abgekriegt. Das ist anstrengend, aber es macht auch Spaß.

Können Sie mittlerweile alles machen, was Sie sich wünschen?

Momentan ist die Lage sehr gut. Wenn „Schutzengel“ überhaupt nicht funktionieren sollte und ich danach noch einmal einen Film mit hohem Actionanteil machen wollte, wäre es schwieriger. Man hat es immer nur so gut, wie es der Erfolg der letzten Filme zulässt.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo