Panorama 29.07.2012, 22:53 Uhr

Deutschen Pfadfindern geht es besser

Trotz Sturmwarnung wollte die Gruppe auf einem Berg übernachten. Eine kam Lebensmittelvergiftung dazu. Nun geht es den Pfadfinden besser.

Helfer des slowakischen Bergrettungsdienstes eilten den Deutschen zu Hilfe. Foto: dpa

Helfer des slowakischen Bergrettungsdienstes eilten den Deutschen zu Hilfe. Foto: dpa

Bratislava. Nach ihrer Rettung von einem Berg in der Slowakei geht es einer Gruppe nordhessischer Pfadfinder wieder besser. Vier Jugendliche waren vorsorglich in einem Krankenhaus behandelt worden, sollten aber noch am Montag wieder entlassen werden und zu den anderen Pfadfindern nach Ruzomberok (Rosenberg) zurückkehren, sagte der Sprecher des interkonfessionellen Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), Heinz Wenzel, der dpa in Kassel. Ob die Gruppe früher nach Deutschland zurück kommt oder wie geplant noch rund eine Woche bleibt, stand zunächst nicht fest.

Die Pfadfinder vom Stamm Artus aus Kassel im Alter zwischen 12 und 16 Jahren waren Wenzel zufolge in zwei kleinen Gruppen unterwegs. Eine davon habe am Wochenende auf dem Berg Poludnica im Nationalpark Niedere Tatra übernachten wollen. Hitze und verunreinigtes Trinkwasser waren vermutlich die Ursache dafür, dass mehrere Kinder Magenprobleme bekamen, sagte Wenzel. „Als die Gruppe den Eindruck hatte, dass sie nicht mehr mit allen Kindern vom Berg herunter kommt, haben sie die Bergwache gerufen.“ Bei der Gruppe sei eine erwachsene Begleitperson gewesen.

18 Helfer hatten die Hessen ins Tal gebracht, der Rettungseinsatz dauerte bis in die Morgenstunden des Sonntags, wie der Bergrettungsdienst mitgeteilt hatte. Die Bergrettung kritisierte den Plan der Pfadfinder als „sehr unverantwortlich“.

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