Panorama 06.02.2012, 08:11 Uhr

Die Kältewelle friert ganz Europa ein

Kalt war es am Wochenende überall in Deutschland - aber nirgendwo so eisig wie in Bayern mit bis zu minus 28 Grad.


        Ein Auto am Genfer See in der Schweiz ist mit Eis bedeckt

Ein Auto am Genfer See in der Schweiz ist mit Eis bedeckt

Berlin/Rom/Belgrad. Der Winter wird immer gefährlicher: Eine Woche nach dem Frosteinbruch machen Schneemassen und Blitzeis Europa zu schaffen. Rund 290 Menschen starben bislang in der Kälte. Der stärkste Schneefall seit Jahrzehnten löste vor allem in Serbien und Italien ein Verkehrschaos aus. In Rumänien und Bulgarien kam nach dem Schnee der Regen und sorgte für tückisches Glatteis. Zehntausende blieben ohne Strom. Soldaten wurden zu Räumarbeiten eingesetzt. In Deutschland war die Nacht zum Sonntag mit minus 28 Grad die bisher kälteste Nacht des Winters. Und es soll noch kälter werden. Zugleich sind neuer Schnee und Stürme angekündigt.

Oberstdorf erreicht Minus-Rekord

Das kälteste Wochenende des Winters hat Bayern bibbern lassen. Vielerorts in Bayern wurden Temperaturen von weniger als 20 Grad gemessen – nirgends war es wärmer als minus zehn Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Den bundesweiten Minus-Rekord erreichte Oberstdorf mit minus 28 Grad. Dennoch sei die Kältewelle nichts Ungewöhnliches, sagte Eva Wille, Diplom-Meteorologin beim DWD. Am Samstag mussten mehr als 70 Kilometer des Main-Donau-Kanals zwischen Hausen und Hilpoltstein bis auf weiteres für die Schifffahrt gesperrt werden, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt in Nürnberg mitteilte. Auf der Strecke zwischen Bamberg und Kehlheim bildeten sich an mehreren Stellen Eisschollen auf dem Wasser. Auch im Zugverkehr kam es Einschränkungen und Verspätungen. Sowohl die Deutsche Bahn als auch viele Regionalbetreiber hatten mit Vereisungen an Weichen, Signalanlagen und Bahnübergängen zu kämpfen. Am Samstagmorgen fiel zusätzlich die S-Bahn zwischen München und Holzkirchen aus. Teilweise mussten Busse eingesetzt werden.

Zwei Mädchen in Franken vor dem Erfrieren gerettet

Im fränkischen Fürth bewahrte die Polizei zwei betrunkene Mädchen vor dem Erfrieren.

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 
 
Freitag 25. Mai 2012
Online Spezial: Haus modernisieren
Haubensak Logo

Wetter

Wolke
26°14°

» Lokalwetter