Panorama 07.07.2012, 15:50 Uhr

Ex-DSDS-Star ist nun Beamtin auf Probe

Schrille Brille und dunkle Stimme – das sind die Markenzeichen von Elli Erl. Der DSDS-Castingstar von 2004 hat eine neue Bühne: das Klassenzimmer.

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Die ehemalige DSDS-Siegerin Elli Erl unterrichtet heute als Lehrerin Kinder in einer Realschule in Düsseldorf in Musik und Sport. Foto: Federico Gambarini dpa

Die ehemalige DSDS-Siegerin Elli Erl unterrichtet heute als Lehrerin Kinder in einer Realschule in Düsseldorf in Musik und Sport. Foto: Federico Gambarini dpa

Düsseldorf/Straubing. Bye Bye wildes Künstlerleben, willkommen im geordneten Dasein. Die aus dem niederbayerischen Geiselhöring (Landkreis Straubing-Bogen) stammende Sängerin Elli Erl wurde zum Castingstar mit Millionenpublikum, das war 2004. Da gewann sie als erste und bislang einzige Frau die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“. Heute, mit 33 Jahren, ist die burschikose Musikerin nach Jahren des unsteten Lebens in einer bürgerlichen Existenz angekommen. Erl ist Lehrerin an einer Realschule in Düsseldorf. Und zwar mit Begeisterung.

Nach dem DSDS-Sieg war Erl vom Rummel überwältigt

„Ich hab alles für mich richtig gemacht“, sagt der gereifte Castingstar mit Nachdruck. Die Lehrerin für Sport und Musik trägt eine große schwarze Brille auf der Nase, die Haare sind blond und kurz. Als die junge Frau mit der Riesenstimme, damals noch mit knallroten Haaren, im Alter von 24 Jahren DSDS gewann, begann der Rummel mit Musik, Auftritten, Interviews. „Man hat das gar nicht mehr im Griff“, sagt sie im Rückblick. „Ich war total überwältigt.“

Aber die gebürtige Straubingerin war damals schon Lehramtsstudentin in Regensburg. Die heutigen DSDS-Stars sind jünger, oft zu jung, kritisiert sie. Das erste Staatsexamen hat die energiegeladene Musikerin dann trotz des Glamourlebens, trotz Auftritten und Showverpflichtungen noch gemacht. Und dann fünf Jahre nur von der Musik gelebt. Da war sie schon längst nach Köln gezogen, obwohl Elisabeth „Elli“ Erl eigentlich ihr Leben in Bayern verbringen wollte.

Dann kam der 30. Geburtstag. Die Eltern drängelten, ihr Kind solle die Ausbildung fertig machen. „Diesen Arschtritt habe ich ein bisschen gebraucht“, gibt die Tochter eines Realschullehrers zu. Und es sei schon sehr schwer, nur von selbst komponierter Musik zu leben.

Nicht mehr „die Elli“, sondern „Frau Erl“

Jetzt ist Erl Lehrerin, seit Februar „Beamtin auf Probe“ – mit einem durchgetakteten Tagesablauf: Der Wecker klingelt um 5.35 Uhr, eine Stunde später geht es in einer Fahrgemeinschaft nach Düsseldorf, um 8 Uhr schlägt der Gong zur ersten Stunde.

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