Jokos Grabsch-Aktion erzürnt Publikum
Der Moderator Joko Winterscheidt deutet in der TV-Sendung „NeoParadise“ den Griff an den Busen einer IFA-Hostess an. Die Webgemeinde ist empört.
Der Stein des Anstoßes: Moderator Joko (l.) berührt in der Sendung „NeoParadise“ vom 4. Oktober eine Frau fast an der Brust. Foto: Screenshot/NeoParadise
Mainz. Aufregung um angebliches Busen-Grabschen von ZDFneo-Star Joko: Im Internet wird immer mehr Kritik an einer Tatsch-Aktion von Joko Winterscheidt in der Sendung „NeoParadise“ vom 4. Oktober laut. Der Moderator hatte in einem Beitrag von der IFA eine Hostess interviewt und einen Griff an ihre Brust angedeutet. Sein Kumpan und Co-Moderator Klaas Heufer-Umlauf hat sich inzwischen für die Aktion entschuldigt. „Wir haben einen Fehler gemacht, der nicht wieder vorkommen wird“, twitterte er am Montag. „Wir haben kein Taktgefühl bewiesen und lustigen Quatsch mit fahrlässigem, beleidigendem Schwachsinn verwechselt. Es tut uns ehrlich leid.“ Klaas hatte Joko zu der Grabsch-Aktion aufgefordert.
In der Sendung hatte sich das Moderatoren-Duo auf der IFA bei diversen Blödeleien filmen lassen. Unter anderem sprühten Joko und Klaas zwischen dem Messepublikum Pupsspray und mischten sich in eine von der IFA übertragene Livesendung ein.
Das ZDF wies den Vorwurf des Busen-Grabschens zurück. „Die Messehostess wurde von Herrn Winterscheidt nicht angefasst. Die Szene wurde mit ihrem Einverständnis gesendet“, erklärte der Sender in Mainz. Joko Winterscheidt sei von Klaas Heufer-Umlauf scherzhaft aufgefordert worden, eine Messehostess zu berühren. Die Berührung sei aber nur angedeutet worden.
Zu Kritik und Ärger im Netz kam auch eine Reaktion des Geschäftsführers der Grünen im Bundestag, Volker Beck. „Sexuelle Belästigung oder Nötigung ist kein schlechter Herrenwitz. Das ist absolut unvereinbar mit dem Auftrag des öffentlich-rechtliche Fernsehens“, teilte er mit. „Es ist nun am ZDF und dem Rundfunkrat, diese Tat zu ächten.“ Nach der Entschuldigung Heufer-Umlaufs twitterte die Unternehmerin Anke Domscheit-Berg: „Internet ./. Sexismus: 1:0“. (dpa/in)

