Perfekte Probe für Schallmauer-Sprung
Wegen zu starken Windes musste der Österreicher Felix Baumgartner seinen Rekordsprung verschieben. Am Dienstag will er einen neuen Versuch wagen.
New York/Wien. Nach einer perfekten Generalprobe für seinen Rekordsprung vom Rande der Stratosphäre hofft Extremsportler Felix Baumgartner auf gutes Wetter. Statt an diesem Montag soll die halsbrecherisch anmutende Aktion nun am Dienstag starten. Der Österreicher will in gut 36 Kilometer Höhe aus einem Ballon springen und als erster Mensch nur im freien Fall, ohne Flugzeug oder Rakete, die Schallmauer durchbrechen.
Die letzte große Probe in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) sei „wunderbar“ gelaufen, sagte Andy Walshe, der beim „Red Bull Stratos“-Team für den Ablauf des Versuchs über der Absprungzone in New Mexico im Südwesten der USA verantwortlich ist. „Ein paar Mal waren wir schneller, als es der Zeitplan vorsieht, das ist wirklich beruhigend.“
Extreme Kälte, dünne Luft und enormer Luftwiderstand
Bei seiner Schallmauer-Aktion wird der 43-jährige Extrem-Jumper lediglich einen Druckanzug mit Spezialhelm tragen. Baumgartner wird dabei zunächst extremer Kälte und dünner Luft und dann einem enormen Luftwiderstand ausgesetzt sein. Erst rund 1500 Meter über dem Boden will er sein Schirm öffnen und den freien Fall abbremsen.
Zu starker Wind und eine Kaltfront hatten Freitagabend zu der Entscheidung geführt, den Rekordversuch um einen Tag zu verschieben. Während der Generalprobe gingen die verschiedenen Teams bei Temperaturen um die sieben Grad und Nieselregen noch einmal geduldig alle 58 Einzelschritte des Rekordversuch durch. „So etwas ist nicht möglich, wenn du nicht vom ganzen Team Unterstützung erhältst“, sagte der Extremsportler der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
Der Heliumballon des gebürtigen Salzburgers soll der größte in der Geschichte der bemannten Luftfahrt sein. Beim Start ist er 170 Meter hoch. Der anfangs tropfenförmige Ballon wird nach dem rund dreistündigen Auftrieb in der Höhe kugelrund sein. Kameras sollen jede Phase des Experiments verfolgen.





