Panorama 27.10.2012, 07:31 Uhr

Stürme fordern weitere Todesopfer

Hurrikan „Sandy“ kostet knapp 40 Menschen das Leben und wird zur Bedrohung für die Ostküste der USA. Meteorologen warnen vor einem Monstersturm.

CUBA-WEATHER-STORM

CUBA-WEATHER-STORM

Mexiko-Stadt/Washington. Nach seinem zerstörerischen Zug durch die Karibik mit knapp 40 Toten bereiten sich die Menschen an der US-Ostküste auf den Hurrikan „Sandy“ und seine Ausläufer vor. Experten warnten am Freitag, dass der Sturm schon am Montag mit Starkregen, Hochwasser und heftigem Wind große Schäden in der Region zwischen Washington und Boston anrichten könnte. Der TV-Sender ABC berichtete, bis zu 66 Millionen Menschen könnten betroffen sein.

US-Präsident Barack Obama habe den Katastrophenschutz aufgefordert, die Versorgung der gefährdeten Gebiete sicherzustellen, hieß es in einer Pressemeldung des Weißen Hauses am Freitag. Alle verfügbaren Ressourcen sollten zu den lokalen Hilfskräften gebracht werden, die sich derzeit intensiv auf die ernste Einsatzlage vorbereiteten. Mehrerer Staaten an der Ostküste verhängten bereits den Notstand.

Es könnten lange Stromausfälle drohen

Sollte „Sandy“ wie bislang erwartet im Nordosten der USA auf einen Wintersturm treffen, könnte das zum schwersten Unwetter seit langem führen, teilte der US-Wetterdienst mit. Millionen Bewohner wurden aufgerufen, Vorkehrungen für mögliche Stromausfälle zu treffen.

Medien bezeichneten, Stromausfälle könnten bis zum Tag der Präsidentenwahlen am 6. November dauern. Sie bezeichneten das Unwetter in Anlehnung an das Monster der Romanfigur Frankenstein bereits als „Frankenstorm“. Der Präsidentschaftskandidat Mitt Romney sagte wegen der Unwetteraussichten eine für Sonntag geplante Kundgebung in Virginia Beach (Virginia) ab.

Am Freitag beschäftigten Ausläufer des Hurrikans zunächst den Südosten Floridas. Am Flughafen von Miami wurden die Flüge in die Karibik zeitweise eingestellt.

Die meisten Todesopfer hat „Sandy“ auf Haiti gefordert, wo nach Berichten örtlicher Medien mindestens 26 Menschen ums Leben kamen. 11 Sturmopfer gab es auf Kuba, jeweils eines auf Jamaika und den Bahamas.

 

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