Panorama 26.09.2012, 14:11 Uhr

Til Schweiger sagt Festival ab

Der Schauspieler musste einen Auftritt in der Schweiz absagen. Erst war von einem Zusammenbruch, später nur noch von „Erschöpfung“ die Rede.

Til Schweiger Foto: dpa

Til Schweiger Foto: dpa

Zürich/Wien. Er steht für „Kokowääh 2“ vor der Kamera, ist für seinen Film „Schutzengel“ auf Promotion-Tour und der erste Dreh als „Tatort“-Kommissar wartet auf ihn: Nun scheint dieses Pensum selbst für Tausendsassa Til Schweiger zu viel geworden zu sein. Kurzfristig habe der 48-Jährige einen Auftritt beim Zurich Film Festival absagen müssen, teilte die Festivalleitung mit. Von einem Zusammenbruch sprachen die Veranstalter zunächst, doch die Entwarnung folgte später im Kinosaal.

Schweigers Freund und Kollege Tom Zickler habe ihn beim Publikum, dem er am Dienstagabend sein neues Werk über einen Ex-Elitesoldaten in Afghanistan vorstellen wollte, entschuldigt, berichtete ein Sprecher des Festivals in Zürich. Von einem Zusammenbruch sei dann nicht die Rede gewesen. „Er sprach von Erschöpfung“, sagte der Veranstaltersprecher. Auch in der „Bild“-Zeitung betonte Zickler: „Es ist nichts Ernstes. Til hat bis nachts gedreht.“

Von Schweiger selbst oder seiner Firma Barefoot Films war am Mittwoch kein Statement zu erhalten. Auch auf den Facebook-Seiten des Schauspielers und seiner Produktionsfirma stammten die letzte Einträge zunächst noch aus seinem „Afghanistan-Reisetagebuch“.

Seine Freunde im sozialen Netzwerk drückten dem derzeit erfolgreichsten deutschen Filmemachers indessen die Daumen: „Gute Besserung!“, „Du brauchst uuuunbedingt eine Pause!“ und „Mach mal Urlaub!“, schrieben sie im Internet. Doch Schweigers Terminkalender scheint randvoll zu sein - wie schon in den vergangenen Jahren, in denen er einen Kino-Kassenknaller nach dem anderen ablieferte. Ende Oktober sollen endlich die Dreharbeiten für seinen ersten Hamburger „Tatort“ mit Regisseur Christian Alvart(„Antikörper“) beginnen.

Nicht nur in der Hansestadt, wo auch seine Ex-Partnerin Dana Schweiger mit den vier Kindern lebt, wird der Schauspieler erwartet - sein „Tatort“-Einstand gilt als wichtigste Personalie der ARD-Reihe. Dabei hat Schweiger, bei seinen Leinwanderfolgen wie „Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“ oder „Kokowääh“ gern Produzent, Regisseur, Autor und Hauptdarsteller in Personalunion, selbst für den NDR-Krimi von der Elbe nur einmal pro Jahr Zeit. Verpflichtet hat er sich zunächst für vier Filme als Kommissar Nick Tschauder.

 

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