William und Kate wollen Schadensersatz
Weil es Bilder der barbusigen Herzogin Kate druckte, soll das Magazin „Closer“ zahlen. Anwälte wollen am Montag eine einstweilige Verfügung erwirken.
Prinz William and seine Frau Kate besuchten am Sonntag die Salomon-Inseln im Südpazifik. Foto: afp
London. Prinz William und seine Ehefrau Kate haben den Paparazzi den Kampf angesagt: Wegen der Veröffentlichung von Oben-ohne-Fotos der Herzogin wollen ihre Anwälte Schadensersatz vom französischen Klatsch-Magazin „Closer“ fordern, wie das Büro des royalen Paares am Sonntag mitteilte. Eine Anhörung vor einem Gericht in Nanterre bei Paris ist für Montagabend angesetzt, zuvor will noch ein italienisches Blatt die Fotos veröffentlichen.
Die Anwälte des Paars würden in Nanterre eine einstweilige Verfügung beantragen, um weitere Veröffentlichungen der Fotos zu unterbinden, kündigte das Büro von William und Kate an. „Geldgier ist die einzige Motivation hinter dieser Vorgehensweise“, kritisierte eine Sprecherin die Veröffentlichung der Fotos. Deshalb wolle das Paar auch Schadensersatz von „Closer“.
Das Königshaus bestätigt die Echtheit der Bilder
Die Fotos zeigen Kate nur mit einem Bikinihöschen bekleidet, wie sie während eines Provence-Urlaubs im September unter anderem ihrem Mann den Rücken eincremt. Der britische Hof bestätigte die Echtheit der Bilder. Am Samstag druckte sie auch der „Irish Daily Star“. Gegen ihn wurden bislang keine juristischen Schritte vom britischen Königshaus angekündigt. Beim „Daily Star“ kam es jedoch nach der Veröffentlichung zu einem Streit unter den Eigentümern.
Das wie „Closer“ im Verlag Mondadori von Italiens früherem Regierungschef Silvio Berlusconi erscheinende italienische Klatschblatt „Chi“ will am Montag mit den Oben-ohne-Fotos auf den Markt – in einer 26-seitigen Sonderausgabe.
Chefredakteur Alfonso Signorini verteidigt am Samstag die Entscheidung. „Wenn ich nicht in der Lage wäre einen Scoop zu erkennen, sollte ich besser Artischocken auf dem Wochenmarkt verkaufen“, sagte er der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Auf einer Version des geplanten „Chi“-Titelblatts heißt es „Die Queen ist nackt“.
Weitere intime Bilder schlummern angeblich in der Schublade
Die Fotos der halbnackten Herzogin von Cambridge seien „weder morbid noch erregend, ganz im Gegenteil zu denen von Prinz Harry, die britische Zeitungen veröffentlicht haben“, argumentierte Signorini. Berlusconi habe er vorher nicht um Erlaubnis gefragt. Als er vor zwei Jahren Oben-ohne-Bilder von dessen Tochter Marina, immerhin seiner eigenen Chefin, bei „Chi“ veröffentlicht habe, habe es keinerlei Probleme gegeben.






