Jahresrückblick 2011 Artikel 20.12.2011, 10:01 Uhr

Sportler des Jahres 2011

Ein Faxenmacher, Frauenpower und ein Phantom – Dirk Nowitzki freut sich über die Wahl zum Sportler des Jahres, Vttel enttäuscht die Veranstalter


        Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks ist Sportler des Jahres 2011.

Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks ist Sportler des Jahres 2011.

Baden-Baden. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Dirk Nowitzki die richtige Wahl als Sportler des Jahres 2011 war, dann lieferte ihn der Basketball-Superstar am Sonntagabend selbst. Der erste NBA-Champion aus Deutschland von den Dallas Mavericks konnte wegen des bevorstehenden Saisonstarts zwar nicht an der Gala im Kurhaus von Baden-Baden teilnehmen, aber er war mit dem Herzen dabei. „Ich freue mich über diesen netten Award“, sagte der 33-Jährige in einer Live-Schaltung aus Dallas, dankte launig den Sportjournalisten für die Wahl, küsste die goldene Trophäe und alberte herum wie ein kleines Kind.

Bach nennt Nowitzki herausragende Sportlerpersönlichkeit

„Dirk Nowitzki ist eine herausragende Sportlerpersönlichkeit und ist bei allem Startum ein echter Mannschaftssportler geblieben“, lobte Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) den ersten Sportler des Jahres aus einer Teamdisziplin. Zwischen einer Trainingseinheit und einem Testspiel am Abend ließ sich Faxenmacher Nowitzki die gute Laune auch nicht von technischen Schwierigkeiten vermiesen. „Ich hatte gehofft, dass ich live dabei bin. Leider hat es wieder nicht geklappt“, sagte Nowitzki, der aber zugab, sich auf das erste Saisonspiel am 25. Dezember gegen Finalgegner Miami Heat zu freuen.

Nowitzki ist Nachfolger von Sebastian Vettel, der sich mit Ausweichmanövern in der letzten Sekunde gut auskennt. Als der zweifache Formel-1-Weltmeister am Sonntagabend auf einen kapitalen Imageschaden zusteuerte, versuchte der kesse Hesse mit einer Presseerklärung das Schlimmste zu verhindern. „Tut mir leid, dass ich heute nicht bei euch sein kann, aber es ließ sich diesmal einfach nicht einrichten“, schickte Vettel eine Botschaft an die Organisatoren der Sportlerwahl-Gala. Weil der diesmal auf Rang zwei gewählte Sportler des Jahres 2010 eine plausible Erklärung für seine Absage schuldig blieb, ist der Lack beim bislang makellosen Musterknaben aus Heppenheim jetzt etwas ab. „Dass Vettel nicht da war, ist ein bisschen enttäuschend“, gestand Dieter Gruschwitz, der Sportchef des diesmal von Absagen gebeutelten Wahlsenders ZDF.

 

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