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Lebensmittel

Pferdefleisch-Skandal: Betroffene Produkte auf einen Blick

Immer mehr Verdachtsfälle im Pferdefleischskandal erhärten sich. Die MZ dokumentiert, welche Händler und Produkte bislang vom Skandal betroffen sind.

Auch die Einzelhandelskette Edeka ist bei der Suche nach Pferdefleisch in Fertiggerichten fündig geworden. Foto: dpa

19. Februar 2013: Pferdefleisch auch in Nestlé-Produkten und beim Schweizer Lidl

Auch der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé hat nicht deklarierte Anteile von Pferdefleisch in Tiefkühlprodukten entdeckt. Dabei gehe es um Zulieferungen aus Deutschland, teilte der Schweizer Weltkonzern mit. In Italien und Spanien seien deshalb zwei Nudelprodukte vom Markt genommen worden. Zudem meldete am Dienstag der Schweizer Ableger der Supermarktkette Lidl die Rücknahme von Produkten, in denen Pferdefleisch gefunden wurde.

Nestlé erklärte, die betroffenen Produkte seien aus Fleisch eines niedersächsischen Produzenten hergestellt worden. Der Anteil von Pferdefleisch in den Produkten „Buitoni Beef Ravioli“ und „Beef Tortellini“ habe bei mehr als einem Prozent gelegen. Sie seien bereits vom Markt genommen worden.

Lidl Schweiz teilte mit, bei eigenen Untersuchungen der Artikel „Combino“ Penne Bolognese des deutschen Herstellers Copack (Bremerhaven) und „Coquette“ Ravioli Bolognese des französischen Herstellers William Saurin sei Pferdefleisch festgestellt worden. Die Produkte seien „im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes“, aus dem Verkauf genommen worden.

Am Montag hatten Schweizer Supermärkte bereits sieben andere Produkte aus den Regalen genommen, die undeklariertes Pferdefleisch enthalten sollen. Die liechtensteinische Firma Hilcona, die die betroffenen Erzeugnisse hergestellt hatte, erklärte, die verwendete Rohware sei von ihrem bisherigen Hackfleisch-Lieferanten Vossko in Ostbeveren (Niedersachsen) gekommen.

18. Februar 2013: Pferdefleisch bei Aldi-Nord

Nach dem Nachweis von Pferdefleisch in zwei Produkten von Aldi-Nord laufen beim Bremerhavener Hersteller Copack Untersuchungen. Im gesamten Vertriebsgebiet von Aldi-Nord seien die „Tiefkühl Penne Bolognese 750 g“ von Copack und „Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind“ aus den Geschäften genommen worden, teilte der Discounter am Montag mit. Copack-Geschäftsführer Jürgen Marggraf sagte der Nachrichtenagentur dpa, mit Ergebnissen der genetischen Analysen sei voraussichtlich am Dienstag zu rechnen. Vorher könne er keine genaueren Angaben machen. Seit vergangener Woche werde bereits das gesamte Sortiment untersucht.

Copack gehört zur Frosta-Gruppe und stellt unter verschiedenen Markennamen außer Fertiggerichten auch tiefgekühlte Gemüse- und Fischprodukte her. Neben dem Pastafertiggericht nahm Aldi-Nord auch die in einigen Regionen angebotenen 540-Gramm-Dosen Rindergulasch des Herstellers Omnimax aus dem Regal.

17.Februar 2013: Institut findet in Döner Pferdefleisch

Das Institut für Produktqualität ifp hat nach Medien-Auskunft in einem Döner Pferdefleisch entdeckt. Das RTL-Magazin „EXTRA“ hatte nach eigenen Angaben von ifp in 20 Imbiss-Läden in Leipzig und Berlin Döner-Stichproben untersuchen lassen. In einer Probe sei ein Anteil von knapp einem Prozent Pferdefleisch entdeckt worden, teilte der Sender am Sonntag mit. Darüber hinaus hätten drei weitere Proben bis zu sieben Prozent Schweinefleisch enthalten, das Muslime nicht verzehren. Döner werden normalerweise mit Rind- oder Lammfleisch oder auch Puten- und Hühnerfleisch gemacht.

17. Februar 2013: Pferdefleisch in Chili Con Carne von REWE

In der REWE-Eigenmarke „Beste Wahl – Chili con Carne“ hat ein vom NDR Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin „Markt“ beauftragtes Labor Pferdefleisch nachgewiesen. REWE hat das Produkt am Sonntag, 17. Februar, aus dem Verkauf genommen, mit der Begründung, es könne Pferdefleisch enthalten.

Stichprobenartig haben „Markt“-Reporter Fertiggerichte eingekauft und von einem akkreditierten Labor auf Pferdefleisch untersuchen lassen. Der Hersteller des positiv auf Pferd getesteten Produktes „Chili con Carne würzig scharf“ (REWE) ist die Firma „SCHUHBECKs Geniesser Service“ (SGS) aus Laage-Kronskamp in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Verpackung von „Chili con Carne würzig scharf“ ist als Fleischzutat Rindfleisch angegeben. Die Fragen von „Markt“ zur Herkunft des verarbeiteten Fleisches wollte die Firma zunächst „aus vertraglichen Gründen“ nicht beantworten, da es sich um ein Eigenmarkenprodukt von REWE handele. Es werde in den Produkten kein Pferdefleisch verarbeitet, hieß es gegenüber dem NDR noch am Donnerstag. Nach Angaben von REWE hat der Hersteller SGS mittlerweile jedoch zugegeben, er könne nicht ausschließen, dass Anteile von Pferdefleisch enthalten seien.

15. Februar 2013: Metro-Großhandel stoppt Verkauf eines Lasagne-Produktes

Die Metro-Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende nehmen in Deutschland ein Lasagne-Produkt aus den Regalen. Auf einen Hinweis des Lieferanten sei die „Lasagne Bolognese Capri 400g“ rein vorsorglich aus dem Verkauf genommen worden, erklärte ein Sprecher von Metro Cash & Carry auf Anfrage der dpa Freitagabend in Düsseldorf. Bislang lägen keine gesicherten Erkenntnisse zu möglichen Verunreinigungen mit Pferdefleisch vor. Bei der gestoppten Lasagne, die an den Lieferanten zurückgesandt worden sei, handele es sich nicht um ein Eigenmarkenprodukt von Metro Cash & Carry. Die Metro-Großhandelssparte hat gut 100 Märkte in Deutschland.

15. Februar 2013: Aldi Süd findet Pferdefleisch in Ravioli und Gulasch

Der Lebensmittel-Discounter Aldi Süd nimmt zwei Fertiggerichte aus den Regalen, nachdem eigene Analysen Pferdefleisch nachgewiesen haben. Bei den betroffenen Produkten handelt es sich „Ravioli, 800 g Dose (Sorte Bolognese)“ und um „Gulasch, 450 g Dose (Sorte Rind)“, der allerdings nur in Nordrhein-Westfalen verkauft wurde. Der Verkaufsstopp erfolgt vorsorglich auf Bitten der Lieferanten. Nach aktueller Sachlage bestehe laut einer Unternehmenssprecherin kein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher. Kunden könnten die betroffenen Produkte in den Filialen von Aldi Süd gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben.

15. Februar 2013: Lidl stoppt Verkauf von „Tortelloni Rindfleisch“

Der Discounter Lidl hat im Skandal um Fertiggerichte mit Pferdefleisch den Verkauf eines Nudelgerichts gestoppt. Die „Tortelloni Rindfleisch“ des Herstellers Gusto GmbH seien in Deutschland aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes vom Markt genommen worden, teilte eine Sprecherin mit. In dem Produkt war in Österreich ein nicht deklarierter Anteil an Pferdefleisch gefunden worden, wie das dortige Gesundheitsministerium mitgeteilt hatte. Das Gericht war den Informationen zufolge bei Lidl Österreich erhältlich. Produziert wurde es laut Angabe der Behörde von dem Stuttgarter Hersteller „Gusto“. Bei einer von zwei genommenen Proben war Pferdefleisch nachweisbar.

15. Februar 2013: Kaiser’s Tengelmann bestätigt Verdacht

Die Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann geht davon aus, dass auch ihre aus dem Verkauf genommene Lasagne der Eigenmarke A&P Pferdefleisch enthält. Der französische Hersteller Comigel habe seine Kunden offiziell informiert, dass von ihm hergestellte Fertiggerichte in unabhängigen Laboren getestet worden seien und Anteile von Pferdefleisch enthalten hätten. Deshalb sei davon auszugehen, dass auch die A&P-Lasagne Pferdefleisch enthalten habe. Eigene Testergebnisse lägen noch nicht vor, erklärte Kaiser’s Tengelmann am Freitag. Die A&P-Tiefkühl-Lasagne wurde am Mittwoch vergangener Woche aus dem Verkauf genommen. Kunden könnten diesen Artikel gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben.

15. Februar 2013: Handelskette in Leipzig ruft Lasagne zurück

Eine weitere deutsche Handelskette hat auf den Pferdefleisch-Skandal reagiert und eine verdächtige Tiefkühl-Lasagne aus den Regalen genommen. „Wir haben das als Vorsichtsmaßnahme getan“, sagte Vorstandschefin Petra Schumann vom Handelsunternehmen Konsum Leipzig. Konsum ist ein eigenständiges Unternehmen und bezieht seine Ware unter anderem von Edeka. Kunden, die in den Konsum-Läden die „Lasagne Bolognese Gut&Günstig“ gekauft haben, könnten sie jederzeit in einer der rund 70 Filialen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zurückgeben. Der Kaufpreis werde erstattet. Auch die Supermarktketten Real und Edeka haben das Tiefkühlprodukt vorsorglich aus dem Verkauf genommen, nachdem bei Analysen in einzelnen Stichproben unterschiedliche Mengen Pferdefleisch gefunden wurden.

14. Februar 2013: Eismann nimmt Lasagne aus dem Handel

Im Pferdefleisch-Skandal ist jetzt in Baden-Württemberg eine verdächtige Tiefkühl-Lasagne der Firma Eismann aus dem Handel genommen worden. Das teilte das Verbraucherministerium in Stuttgart mit. Ob in der Lasagne tatsächlich falsch deklariertes Pferdefleisch enthalten ist, werde derzeit untersucht. Ergebnisse sollen spätestens Anfang der kommenden Woche vorliegen. Das von dem Unternehmen vertriebene Produkt kam laut Ministerium über Nordrhein-Westfalen in den Südwesten.

14. Februar 2013: Edeka findet Pferdefleisch in Tiefkühl-Lasagne

Auch die Einzelhandelskette Edeka ist bei der Suche nach Pferdefleisch in Fertiggerichten fündig geworden. In dem Tiefkühl-Produkt „Gut & Günstig Lasagne Bolognese“ seien bei Analysen in einzelnen Stichproben geringe Mengen Pferdefleisch gefunden worden, sagte ein Edeka-Sprecher am Donnerstag in Hamburg.

13. Februar 2013: Die Supermarktkette Real ruft Lasagne zurück

Im Pferdefleisch-Skandal sind nun auch in Deutschland Produkte mit falsch deklariertem Fleisch aufgetaucht. Die Supermarktkette Real rief eine Tiefkühl-Lasagne zurück, nachdem in einzelnen Stichproben Anteile von Pferdefleisch gefunden worden waren, wie das Unternehmen mitteilte.

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