Politik 08.03.2013, 08:43 Uhr

Einigung auf Freilassung der Blauhelme

Die Vereinten Nationen haben sich mit den syrischen Rebellen geeingt: Die seit Mittwoch entführten UN-Soldaten kommen ohne Bedingungen frei.

Syrische Rebellen haben 21 Blauhelme verschleppt. Foto: dpa

Syrische Rebellen haben 21 Blauhelme verschleppt. Foto: dpa

Istanbul/Manila. Die Vereinten Nationen haben eine Einigung über die Freilassung der von syrischen Rebellen festgehaltenen Blauhelm-Soldaten erzielt. Vertreter der UN seien bereits bei den 21 vor allem von den Philippinen stammenden Männern, sagte ein UN-Sprecher am Freitag in New York. Die Soldaten waren am Mittwoch in der syrischen Provinz Daraa unweit der von Israel besetzten Golanhöhen verschleppt worden.

Die Vereinbarung zur Freilassung sei „mit allen Parteien“ getroffen worden – das würde auch die syrischen Regierungstruppen einschließen. Wegen der hereinbrechenden Nacht habe sich die Abreise aber verzögert, weil die Fahrt als unsicher eingestuft worden sei, sagte der UN-Sprecher. Die Männer würden jetzt noch eine Nacht dort ausharren. Die 21 Soldaten gehören der Undof-Mission an, die eine syrisch-israelische Waffenruhe auf den Golanhöhen überwacht.

Ein Sprecher der für die Entführung verantwortlichen Märtyrer-von-Jarmuk-Brigade hatte am Freitag gesagt, die Rebellen stellten keine Bedingungen für die Freilassung der Soldaten. Diese könnten nun bald das Gebiet verlassen, da der Beschuss durch die Regierungstruppen aufgehört habe.

Angehörige der Brigade hatten zuerst behauptet, die UN-Soldaten hätten Truppen von Präsident Baschar al-Assad Hilfestellung geleistet. Für die Entführung waren sie von etlichen syrischen Revolutionären scharf kritisiert worden.

Nach Angaben des für Friedensmissionen zuständigen UN-Untergeneralsekretärs Hervé Ladsous wurden die 21 Blauhelm-Soldaten in mehrere Gruppen aufgeteilt und mussten in Kellern im Dorf Dschamla ausharren. Das Dorf habe ständig unter Beschuss gelegen, alle UN-Mitarbeiter seien aber unverletzt und wohlauf.

Die Vereinten Nationen warnten Syrien vor Strafmaßnahmen, sobald das Geiseldrama gelöst sei. „Wir erwarten, dass es keinerlei Vergeltungsmaßnahmen gegen das Dorf geben wird“, betonte Ladsous. (dpa)

 

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