Politik 19.08.2012, 18:58 Uhr

Pussy-Riot-Nachahmer im Kölner Dom

Eine Frau und zwei Männer wurden angezeigt, nachdem sie am Sonntag den Gottesdienst gestört hatten. Sie wollten sich solidarisch mit der Band zeigen.

„Free Pussy Riot“ - seit Tagen bekunden Menschen auf der ganzen Welt ihre Solidarität mit der russischen Punkband. Drei Personen in Köln gingen damit nun offenbar zu weit. Sie wurden angezeigt, weil sie den Gottesdienst im Kölner Dom gestört hatten. Foto: dpa

„Free Pussy Riot“ - seit Tagen bekunden Menschen auf der ganzen Welt ihre Solidarität mit der russischen Punkband. Drei Personen in Köln gingen damit nun offenbar zu weit. Sie wurden angezeigt, weil sie den Gottesdienst im Kölner Dom gestört hatten. Foto: dpa

Köln. Drei Nachahmer der in Russland inhaftierten Frauen-Punkband Pussy Riot haben am Sonntag einen Gottesdienst im Kölner Dom gestört. Sie wurden von Kirchenordnungskräften (Domschweizer) aus der Kathedrale gebracht, wie die Polizei am Abend mitteilte. Die Frau (20) sowie zwei Männer (23 und 35) hätten am Morgen Lieder gesungen und Plakate hochgehalten. Sie erhielten eine Anzeige wegen Störung der Religionsausübung, Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsrecht.

Nach eigener Aussage wollten die drei Aktivisten Solidarität mit den in Russland zu Lagerhaft verurteilten drei Punk-Musikerinnen bekunden. Nach Aussage der Polizei leisteten sie keinen Widerstand, als sie aus der Kirche geführt wurden. Dompropst Norbert Feldhoff hatte bereits zu Beginn des Prozesses in Russland angekündigt, dass ein solcher Auftritt auch im Kölner Dom nicht toleriert würde: „Die Würde des Doms zwingt uns, dagegen vorzugehen.“ (dpa)

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