Politik 26.03.2012, 08:40 Uhr

Streiks zum Auftakt der Verhandlungswoche

Vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst bleiben vielerorts wieder Busse im Depot und Kitas geschlossen.


        Zwei Tage vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde in Potsdam hat die Gewerkschaft Verdi die Woche mit weiteren Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen.

Zwei Tage vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde in Potsdam hat die Gewerkschaft Verdi die Woche mit weiteren Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen.

Stuttgart. Vor der nächsten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst am Mittwoch hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Den ganzen Tag über sind am Montag Städte und Regionen in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Wie in der vergangenen Woche bleiben Kitas geschlossen, Arbeitsämter unbesetzt und Busse in den Depots.

Beide Tarifparteien halten Einigung für möglich

Trotz der scheinbar festgefahrenen Positionen halten Vertreter beider Tarifparteien eine Einigung in dieser Woche für möglich. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“ (Montag), die Chancen stünden „50 zu 50“. Bsirske soll auf einer Kundgebung in Stuttgart sprechen. Bereits am Sonntag hatte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in einem Beitrag für die „Bild am Sonntag“ geschrieben: „Die Arbeitgeber sind einigungsbereit. Die Gewerkschaften hoffentlich auch! Ein angemessener Abschluss ist machbar.“

Zuvor müssen sich die Menschen in Stuttgart aber den ganzen Tag über mit Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr arrangieren. „Um drei Uhr waren die ersten an den Depots, haben Streikplakate aufgehängt und die Schranken runtergemacht“, sagte die Verdi-Sprecherin für Baden-Württemberg, Ursula Schorlepp, der Nachrichtenagentur dpa am frühen Montagmorgen.

Auch die Beschäftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der Arbeitsagenturen, der Bundesbank und der Stadtwerke sind zum Warnstreik aufgerufen. Allein in Baden-Württemberg rechnet Verdi mit über 10.000 Streikenden.

Ebenso viele Menschen erwartet Verdi auf der zentralen Kundgebung in Kiel. „Die Kollegen wollen den Arbeitgebern zeigen, dass die ihr Angebot deutlich verbessern müssen“, sagte ein Verdi-Sprecher aus Schleswig-Holstein am Morgen.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo