Regionale Polizeimeldungen 05.09.2012, 00:00 Uhr

Pressebericht zum Karpfhamer Fest 2012

KARPFHAM, BAD GRIESBACH, LKRS. PASSAU. Zunahme bei Diebstahlsdelikten und Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz durch Verkauf von branntweinhaltigen Getränken an Jugendliche. Keine Widerstandshandlungen beim Einschreiten von Polizeibeamten.

Als Gesamtergebnis kann festgestellt werden, dass die Anzahl der Vorfälle im Vergleich zum Vorjahr (in Klammern) deutlich zugenommen hat. In 92 (74) Fällen musste die Polizei tätig werden

Wie bereits in den Vorjahren waren für die Polizei der Samstag in den Festzelten und der Sonntag auf dem Verkehrssektor die arbeitsintensivsten Tage.
Deutlich weniger Personen hielten sich am Freitag sowohl tagsüber, als auch abends im Festgelände auf. Schuld war wohl der Dauerregen.

Dank der täglichen Präsenz der Beamten der PI Bad Griesbach an der Wiesenwache und Unterstützung von Kollegen der Bereitschaftspolizei und von Einsatzkräften aus den Bereichen Passau und Straubing konnte der Arbeitsanfall professionell erledigt werden.

Verkehrsbehinderungen, insbesondere am Sonntag, sind zwar nicht ausgeblieben, konnten aber ebenfalls durch in den vergangenen Jahren erarbeiteten Verkehrskonzepte ohne größere Probleme bewältigt werden.

Bei den insgesamt erstellten 63 Strafanzeigen lag der Hauptanteil wiederum bei den Körperverletzungen. 20 (19) Fälle wurden registriert. Dabei handelte es sich 19 (16) mal um einfache Körperverletzungen in Form von Ohrfeigen oder Faustschlägen. Einmal wurde ein Maßkrug zu Hilfe genommen. Daher musste auch 1 (3) gefährliche Körperverletzung bearbeitet werden. In allen Fällen gab es aber keine schwereren Verletzungen.

Negativ aufgefallen ist, dass insgesamt 7 (3) mal gegen den Verkauf von branntweinhaltigen Getränken an Jugendliche verstoßen wurden. Bei vielfach durchgeführten Kontrollen wurden Verkäufer an Getränkeständen außerhalb der Festzelte beobachtet, wie sie diese Getränke an Personen abgaben, ohne dabei das Alter zu überprüfen. Die Personen wurden angezeigt und müssen mit empfindlichen Geldbußen rechnen.

Ein weiterer Anstieg ist bei den Diebstählen zu vermelden. Waren es im Vorjahr noch 4, so mussten in diesem Jahr 12 Diebstahlsanzeigen entgegengenommen werden.
Beuteobjekte waren dabei in den Festzelten in erster Linie Handys, aber auch im Ausstellungsgelände wurden mehrere Dieststähle angezeigt. So wurden u.a. auch ein Pavillon, ein Dampfautomat und eine Werkzeugtasche entwendet.

Wie in den Vorjahren musste die Polizei bei angetrunkenen Festbesuchern einschreiten. 11 mal handelte es sich dabei um Jugendliche. Aber auch ein 70-jähriger hat im angetrunkenen Zustand dermaßen randaliert, dass er neben insgesamt 3 weiteren Personen ein Nacht zur Ausnüchterung bei Polizei in Bad Griesbach verbringen durfte. Sogenanntes Komasaufen wurde von der Polizei jedoch nicht registriert.

Erfreulich hingegen war, dass es keine Widerstandshandlungen beim Einschreiten von Polizeibeamten gab. Die Beamten mussten sich zwar vielfach übelste Beschimpfungen gefallen lassen, aber zu körperlichen Übergriffen kam es nicht.

Einmal wurde ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Dabei wurden geringe Mengen an Haschisch und Marihuana sichergestellt.

Gegen 4 Personen wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstellt. Die Personen kamen dabei trotz erteiltem Hausverbot in die Festzelte zurück und wurden schließlich von den Wirten angezeigt.
3 weitere Platzverweise wurden ohne weitere Verstöße befolgt.

Neben 4 Sachbeschädigungen wurden noch 3 Anzeigen gegen angetrunkener Fahrzeugführer gestellt. Der höchste Alkoholpegel betrug dabei 1,86 Promille.

Wie im Vorjahr wirkte sich das Sicherheitskonzept bei der Bewältigung des Karpfhamer Festes positiv aus.
Die Zusammenarbeit mit den Ordnungsdiensten war sehr gut. Viele Streitereien konnten sowohl von Polizei als auch von Ordnungsdiensten bereits beim Entstehen geschlichtet werden.

Zu keinen Zwischenfällen kam es während der Veranstaltungen beim Karpfhamer Fest. Sowohl der Auszug am Freitag, als auch die beiden Zehnerzüge und die politischen Veranstaltung verliefen störungsfrei. Hier darf auch die lobenswerte Unterstützung bei den Verkehrseinsätzen durch die Feuerwehren, insbesondere der FFW Karpfham, erwähnt werden.

Resümierend darf festgestellt werden, dass die Polizei aufgrund des hohen Besucheraufkommens mit Verlauf des Festes zufrieden sein darf und das Karpfhamer Fest erneut als insgesamt friedlich bezeichnet werden kann.


Medienkontakt: Polizeiinspektion Bad Griesbach i. Rottal, Pressebeauftragter, EPHK Eichinger, Tel. 08532/960610
Veröffentlicht: 05.09.2012, 17.00 Uhr

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