Russische Schockanrufe - Enkeltrick
EGGENFELDEN, LKR ROTTAL-INN. Rentnerin um 3000 Euro betrogen. Enkel hatte angeblich einen Unfall verursacht, Geld für Regulierung bezahlt
Am 10.07.2012 bekam eine 70-jährige Rentnerin aus Eggenfelden die aus der ehemaligen Sowjetunion stammt, gegen 16.00 Uhr den Anruf eines angeblichen Rechtsanwaltes. Der russisch, mit lettisch Einschlag sprechende Mann teilte ihr mit, dass ihr Enkel einen Unfall verursacht habe und sich im KKH Eggenfelden befinden würde. Er habe ein 16-jähriges Mädchen schwer verletzt. Man habe sich jedoch mit der Familie des verletzten Mädchens geeinigt. Damit nicht die Polizei eingeschaltet würde, weil der Enkel sonst vier Jahre ins Gefängnis müsste, forderte der "Rechtsanwalt" zunächst 27.000 Euro. Er begnügte sich dann jedoch mit 3000 Euro, die die Dame daheim hatte. Gegen 16.30 h erschien ein russisch sprechender "Beauftragter" und holte das Geld gegen Unterschrift auf einer selbst erstellten Quittung ab. Kurz darauf verständigte die Dame ihren Sohn, der die Polizei einschaltete.
Wie angezeigt wurde, kam es in diesem Zeitraum zu zwei ähnlichen Anrufen bei Familien aus Eggenfelden, die ebenfalls aus Osteuropa zugezogen sind. Geldforderungen wurden jedoch nicht gestellt, da die Angerufenen die Betrugsmasche schon kannten und sofort auflegten.
In diesem Zusammenhang wird nochmals eindringlich vor derartigen Anrufen gewarnt. Auf keinen Fall etwas bezahlen und sofort die Polizei einschalten!
Medienkontakt: Polizeiinspektion Eggenfelden, Pressebeauftragter Winfried Hein, PHK, Tel. 08721 / 9605-0
Veröffentlicht: 11.07.2012, 08.45 Uhr
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