Rundschau Amberg 18.07.2012, 11:41 Uhr

Solarboom ungebrochen

Photovoltaik ist der größte Stromerzeuger in der Stadt Amberg. Trotz der Förderkürzung scheint der Solaranlagenboom ungebrochen.

Photovoltaik ist der größte Stromerzeuger in der Stadt Amberg. Trotz der Förderkürzung scheint der Solaranlagenboom ungebrochen.

Amberg. 2010 hat die Bundesregierung ihr Energiekonzept veröffentlicht und darin erstmals einen klaren Fahrplan für den Klimaschutz in Deutschland festgelegt: Gegenüber dem Jahr 1990 sinken die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent bis 2020, um 55 Prozent bis 2030, um 70 Prozent bis 2040 und sogar um 80 bis 95 Prozent bis 2050. Um diese Ziele zu erreichen, muss die Energieeffizienz weiter verbessert und müssen erneuerbare Energien kontinuierlich ausgebaut werden.

Was wird in Amberg konkret getan, um diese Ziele zu erreichen? Mit dem von den Stadtwerken initiierten sogenannten „Integrierten Klimaschutzkonzept“ strebt man eine effiziente und weitestgehend CO2-freie Energieversorgung an. Im Januar stellte Professor Markus Brautsch von der Hochschule Amberg-Weiden dem Stadtrat das Konzept vor. Seit einigen Wochen erarbeitet Umwelt-Referatsleiter Dr. Bernhard Mitko einen Maßnahmenkatalog, den er dem Stadtrat im Herbst vorstellen will. Unter anderem wird eine detaillierte Bestandsaufnahme in privaten Haushalten, Gewerbe, Industrie, kommunalen Liegenschaften und im Verkehrsbereich gemacht. Darauf basierend sollen unterschiedliche Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und dem Ausbau erneuerbarer Energien entwickelt werden. Karoline Gajeck-Scheuck von den Stadtwerken Amberg betont, dass man mit zahlreichen Aktionen zum Klimaschutz beitrage. Dazu gehöre unter anderem der Einsatz dezentraler Blockheizkraftwerke mit der effizienten, umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung. „Im Einsatz sind solche Kraftwerke bei den Stadtwerken selbst, im Betriebshof, im Hockermühlbad und im Raseliushaus.“ Ferner sei man Mitglied im Umweltpakt und nehme regelmäßig an der „Bayerischen Klimawoche“ teil. Eines der Energieeinsparprojekte sei das Kurfürstenbad, wo man eine Schlammwasseraufbereitungsanlage mit 25 Prozent Frischwasserersparnis eingebaut habe. Mitko: „Ferner tragen effiziente Umwälzpumpen zu einer Energieeinsparung von fast 30 Prozent bei. Mit einer CO2-Senkung von 86.450 Kilo im Jahr im Kurfürstenbad wurde einiges für das Klima vor Ort geleistet.“ Zudem unterstütze man Privatpersonen durch die Förderung von Mikro-KWKs (Kraft-Wärme-Kopplung) oder der kostenlosen Energie-Erstberatung für Stadtwerkekunden.

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