Rundschau Amberg 20.10.2010, 09:06 Uhr

Zum demografischen Wandel

Den Blick über den Tellerrand hinaus richtet eine Fachtagung im Schloss Theuern zum demografischen Wandel in Europa.

Von Hubertus Stumpf

Theuern. Niedrige Geburtenraten lassen die Bevölkerung in den meisten Staaten Europas schrumpfen. Gleichzeitig erhöht sich der Anteil der alten Menschen. Doch nicht überall in Europa zeigt sich der demographische Wandel in der gleichen Intensität.

Vor diesem Hintergrund findet am 20. und 21. Oktober im Schloss Theuern eine internationale Fachtagung zum Thema „Den demografischen Wandel in Europa gestalten“ statt. Im Mittelpunkt stehen dabei die nationalen Besonderheiten des demographischen Wandels hinsichtlich der Alten- und Gesundheitsversorgung in Europa.

Fachleute aus mehreren europäischen Ländern berichteten über ihre Konzepte, Erfahrungen und Gute-Praxis-Beispiele. Die Fachtagung soll auch Ausgangspunkt für eine längerfristige grenzübergreifende Zusammenarbeit sein. Zum Auftakt gibt es am 20. Oktober eine Gesprächsrunde zum Thema „Wie der Demografische Wandel unsere Lebenswelt verändert“ mit Landrat Richard Reisinger, Dr. Roland Brey (Leiter Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach und Wolfgang Händlmeyer, (AOK Bayern). Ab 10 Uhr schließen sich Gastbeiträge an. Dem Themenschwerpunkt „So sehen die anderen den Demografischen Wandel“ widmen sich Berichte aus verschiedenen EU-Ländern zu den Auswirkungen der Alterung der Gesellschaft.

Michel Deprez, Conseiller général Departement Eure et Loir und Francoise Ramond, Bürgermeisterin der Stadt Epernon, beide aus dem Partnerlandkreis Maintenon, Frankreich berichten über „Ehrenamtliche Betreuung und kommunale Aufgaben“. Marjorie Friedl aus dem schottischen Partnerdistrikt Argyll and Bute beleuchtet die „Veränderung von Infrastrukturen“. Der Hauptvortrag von Dr. Klaus Gebel widmet sich dem Thema „Seelische Gesundheit im Alter: Internationale Entwicklungen – Häufigste Krankheitsbilder (Depressionen und Demenz) Soziologische und gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen...“

Auf regionaler Ebene geht es vor allem um kommunale Strategien, Versorgungssysteme für die Alten- und für Gesundheitshilfe, den Aufbau von Netzwerken sowie die Beteiligungsmöglichkeiten älterer Menschen. Außerdem soll eventuell ein gemeinsames Präventionsprojekt initiiert werden.

 

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