2015 rollt der Ball im neuen Stadion
Der Termin für das geplante Stadion steht: 2015 soll die 40 Millionen-Arena fertig sein.
Regensburg. Am 22. Dezember hat die Stadt Regensburg mittels einer Ausschreibung im Amtsblatt der Europäischen Union begonnen, nach einem „leistungsstarken und erfahrenen“ Projektsteuerer für den Bau eines neuen Fußball-Stadions zu suchen. Das Anforderungsprofil des künftigen Auftragnehmers umfasst die Beratung des Bauherrn bezüglich sportfachlicher und wirtschaftlich-betrieblicher Aspekte, wie auch die Organisation, Steuerung und Kontrolle des Planungs- und Bauprozesses bis hin zur Fertigstellung und Übergabe des Stadions, seines Umfeldes, der notwendigen Parkplätze und der Erschließungsmaßnahmen. Im März soll er gefunden sein.
Kein Terminfür den Spatenstich
Auf der Pressekonferenz unmittelbar im Vorfeld der Ausschreibung blieb Oberbürgermeister Hans Schaidinger Fans und Pressevertretern den Termin für den ersten Spatenstich und damit auch den Zeitpunkt der Fertigstellung schuldig. „Es wäre einfach unseriös, jetzt einen Termin für Spatenstich oder Fertigstellung zu nennen“, so der OB Ende Dezember.
Auf der Suche nach dem Projektsteuerer wurden die Stadtoberen in der Ausschreibung aber konkreter. Aussagen über zu erwartende Gesamtkosten etwa sind hier öffentlich einsehbar. „Geplant ist eine reine, komplett überdachte Fußballarena für 15000 Zuschauer. Mit Gesamtkosten für Stadion und Erschließung in Höhe von 40 Millionen Euro wird gerechnet“, steht hier zu lesen.
„Die 40 Millionen sind eine grobe Schätzung“, erklärt Armin Mayr, Leiter der Abteilung Entwicklungsplanung der Stadt Regensburg. „Vergleichbare Stadien, die in jüngerer Zeit gebaut wurden, gibt es kaum. Ingolstadt wäre ein Beispiel. Hier betrugen die reinen Baukosten 20 Millionen. Ein Betrag etwa in dieser Höhe dürfte noch einmal für die Erschließungskosten hinzukommen“.
Lärmemissionenwären zu hoch
Mit Blick auf die spätere Nutzung der Arena sagt Mayr, dass „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ keine Konzerte nach 22 Uhr stattfinden werden können. Das vorläufige schalltechnische Gutachten hat ergeben, dass die Lärmemissionen für die Anwohner in Oberisling wohl zu hoch wären. Zwar ist geplant, die Arena vollständig zu überdachen, dass betrifft jedoch nur die Sitzplätze, eine komplette Schließbarkeit wie etwa beim Stadion in Gelsenkirchen, wäre „finanziell nicht umsetzbar“. Abschließende Messungen und Aussagen werden aber erst möglich sein, wenn das Stadion dann schließlich fertiggestellt ist.
Das soll laut Ausschreibung 2015 der Fall sein. Noch 2013/2014 ist der erste Spatenstich geplant. Fußball- und Sportfans müssen sich demnach also noch drei Jahre gedulden, bevor der Ball im neuen Regensburger Sport-Tempel dann endlich rollt. Mit etwas Glück dann auf Zweitliga-Niveau.


