Rundschau Schwandorf 13.06.2012, 09:00 Uhr

Von Platznot keine Spur

In Burglengenfeld stehen aktuell 48 Kinderkrippen-Plätze zur Verfügung.

In Burglengenfeld stehen aktuell 48 Kinderkrippen-Plätze zur Verfügung.

Schwandorf. Das Kinderförderungsgesetz treibt in den bundesdeutschen Rathäusern den Kämmerern die Sorgenfalten ins Gesicht. Denn diese Rechtsnorm garantiert Kindern im Alter von bis zu drei Jahren einen Krippenplatz. Viele Kommunen sehen sich aufgrund gähnend leerer Kassen außerstande diesen rechtverbindlichen Anspruch zu erfüllen. In den Städten des Landkreis Schwandorf hingegen sieht man der Kita-Platz-Garantie recht gelassen ins Auge. Denn hier hat die Kinderkrippen-Zukunft längst begonnen.

In der Großen Kreisstadt Schwandorf stehen aktuell 42 Plätze in der Kinderkrippe an der Nürnberger Straße zur Verfügung. Doch die Kommune ist längst aktiv geworden, um die Kapazitäten um weitere 36 Plätze zu erhöhen. Die ersten zwölf sollen noch in diesem Jahr beim Katholischen Kindergarten St. Wolfgang geschaffen werden. „Die Diözese hat bereits für das Vorhaben die Zustimmung gegeben. Derzeit werden aber noch die Pläne dazu ausgearbeitet“, so Stadt-Pressesprecher Lothar Mulzer. Schwandorf will für die verbleibenden zwei Dutzend Plätze eigene Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Angedacht ist der Umbau dreier, in Stadtbesitz befindlicher Gebäude in unmittelbarer Nähe der St. Jakob-Kirche. „Derzeit wird dieses Vorhaben planerisch überprüft“, so Mulzer. Doch bereits in der nächsten Bauausschuss-Sitzung am 19. Juni soll über diese Maßnahme abgestimmt werden.

Sollte das Gremium grünes Licht geben, könnte bereits im kommenden Jahr die neu geschaffene zweigruppige Kinderkrippe ihren Betrieb aufnehmen. Mit den dann insgesamt 78 Plätzen wäre der aktuelle Bedarf gedeckt. Doch die Stadt verliert die Kita-Thematik danach keineswegs aus den Augen. „Alle drei Jahre wird von uns eine Analyse durchgeführt“, erläutert der Pressesprecher. Die nächste steht 2013 an. „Wenn dabei eine weiter wachsende Nachfrage festgestellt wird, wird die Stadt natürlich wieder entsprechend reagieren“, macht Mulzer deutlich.

Ländlich strukturierte Gemeinden haben es leichter, die Forderungen des Kinderförderungsgesetztes zu erfüllen, als Großstädte. Das muss auch Lothar Mulzer einräumen. „Bei uns gibt es halt auch noch Alternativen zur Kinderkrippe.“ Da passt dann schon mal die Oma auf die Kleinen auf, oder nimmt eine Tagesmutti die Sprösslinge in Obhut.

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