Wirtschaft 06.09.2012, 07:59 Uhr

Continental kehrt in den Dax zurück

Der Autozulieferer spielt an der Börse wieder in der ersten Klasse mit: Zum 24. September wird Conti in den Index der 30 umsatzstärksten Firmen aufgenommen.

Gelbe Fahnen wehen vor der Hauptverwaltung der Continental AG: Die Deutsche Börse hat am Mittwochabend entschieden, dass der Autozulieferer wieder in den Leitindex Dax kommt. Foto: dpa

Gelbe Fahnen wehen vor der Hauptverwaltung der Continental AG: Die Deutsche Börse hat am Mittwochabend entschieden, dass der Autozulieferer wieder in den Leitindex Dax kommt. Foto: dpa

Frankfurt. Der Autozulieferer Continental kehrt wie erwartet in den wichtigsten deutschen Aktienindex zurück. Die Titel des Unternehmens würden mit Wirkung zum 24. September in den Dax aufgenommen, teilte die Deutsche Börse am Mittwochabend mit. Auch die Aktien des Chemieunternehmens Lanxess steigen wie von Experten erwartet vom Index für die mittelgroßen Werte MDax in den Dax auf.

Nicht unerwartet sind auch die Absteiger: Aktien des Handelskonzerns Metro und des Lkw-Bauers MAN werden künftig nicht mehr im Dax, sondern im MDax notiert sein.

Metro dürfte vor allem die stark unterdurchschnittliche Aktienkursentwicklung in diesem Jahr zum Verhängnis geworden sein. Der Handelskonzern gehörte dem Dax seit 16 Jahren an. Die Metro AG gehört vor allem wegen der stark unterdurchschnittlichen Aktienkursentwicklung in diesem Jahr demnächst nicht mehr zu den 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen.

Bei MAN war der Streubesitz nach den Zukäufen durch den Volkswagen-Konzern so stark gesunken, dass es für einen Verbleib im Dax nicht mehr gereicht hat. Die Wolfsburgern besitzen inzwischen mehr als 75 Prozent des Traditionskonzerns – andere Anteilseigner halten nur noch Aktien für 2,6 Milliarden Euro.

Rasante Erholung bei Conti

Continental kehrt nach knapp vier Jahren in den Leitindex Dax zurück. Wegen des überraschenden Übernahmevorstoßes durch den damaligen Konkurrenten Schaeffler waren die Titel des Autozulieferers im Dezember 2008 aus dem Dax ausgeschieden und im MDax gelandet. Die folgende Erholung verlief fast so rasant wie der Kurssturz zuvor: Seit dem Tief bei knapp über 10 Euro Anfang 2009, erholten sie sich bis heute wieder um sagenhafte 700 Prozent.

Das Spezialchemieunternehmen Lanxess ist keine zehn Jahre alt. Abgespalten vom Bayer-Konzern 2004 durchlief Lanxess ein hartes Sanierungsprogramm. Unternehmensteile wurden abgestoßen, Arbeitsplätze gestrichen und die ertragsschwachen Segmente auf Rendite getrimmt. 2006 erzielte Lanxess erstmals einen Gewinn. Aktuell notiert das Papier bei Kursen über 60 Euro und liegt damit gegenwärtig um etwa ein Vierfaches über seinem Ausgabekurs. Die Lanxess-Erstnotiz lag bei 15,75 Euro je Aktie. Lanxess-Chef Axel Heitmann sagte: „Wir freuen uns, nach sieben erfolgreichen Jahren im MDax nun in den Kreis der 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands aufgenommen zu werden. Es ist für uns alle ein stolzer Augenblick.“

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