Wirtschaft 23.09.2012, 17:29 Uhr

Siemens weist ICE-Berichte zurück

Siemens dementiert, dass es erneut zu Verzögerungen bei den neuen ICEs kommt. Bei der Bahn gibt es Befürchtungen, dass die Züge nicht winterfest sind.

Ein Zugbegleiter gibt am Hauptbahnhof in München das Signal zur Abfahrt. Foto: dpa

Ein Zugbegleiter gibt am Hauptbahnhof in München das Signal zur Abfahrt. Foto: dpa

München/Berlin. Der Elektrokonzern Siemens hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach die neuen ICE-Züge auch zum Winterfahrplan 2012/13 nicht zur Verfügung stehen sollen. „Wir stellen wie vereinbart acht voll einsatzbereite und winterfeste ICE-Züge zum Winterfahrplan bereit“, sagte ein Siemens-Sprecher am Sonntag in München.

Die „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, ein Bahn-Manager habe Kenntnis, dass diese Züge bei der Übernahmeprüfung durchgefallen und zudem nicht winterfest seien. Das Blatt beruft sich dabei auf ein internes Protokoll aus dem Bahn-Aufsichtsrat. Bei der Bahn hieß es, interne Unterlagen kommentiere man grundsätzlich nicht.

Ursprünglich hätte die Bahn bereits im vergangenen Herbst die ersten Züge bekommen sollen. Die Auslieferung verzögerte sich aber wegen technischer Probleme. „Dass nun acht Züge vereinbart sind, ist bereits seit Monaten bekannt und die werden auch geliefert“, sagte der Siemens-Sprecher.

Eigentlich sollten 16 neue ICE im Wert von 500 Millionen Euro bereits Ende 2011 ausgeliefert werden. Wegen technischer Probleme kam es zu Verzögerungen. Zumindest acht Züge wollte Siemens bis Ende 2012 liefern. (dpa/afp)

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