Wirtschaft 05.08.2012, 18:44 Uhr

Electronic Arts verklagt Zynga

Die Rivalität zwischen der alten und jungen Garde bei PC-und Online-Games könnte bald vor Gericht ausgetragen werden. Zynga soll bei EA abgekupfert haben.

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Die Logos von Electronic Arts (EA) ...

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New York. Der schwächelnde Onlinespiele-Spezialist Zynga hat ein großes Problem mehr: Der „FarmVille“-Entwickler wurde vom Branchenriesen Electronic Arts verklagt. Der Vorwurf lautet, das neue Zynga-Spiel „The Ville“ kopiere die Facebook-Version des EA-Klassikers „The Sims“.

Bei beiden Spielen ist man in einer virtuellen Welt unterwegs, die mit der Zeit ausgebaut wird. Electronic Arts behauptet, Zyngas „The Ville“ kopiere diverse urheberrechtlich geschützte Elemente seines Spiels „The Sims Social“. Es geht unter anderem um das Aussehen von Figuren und Räumen, Spielabläufe und Animationen. Zynga warf Electronic Arts im Gegenzug ebenfalls das Nachahmen von Spielen vor.

In der Branche weht ein rauer Wind

Die Klage könnte die aktuelle große Rivalität in der Spielebranche in den Gerichtssaal. Die klassischen großen Spieleanbieter wie Electronic Arts werden immer stärker von jungen Spezialisten für Online- oder Smartphone-Games bedrängt. Die günstigen bis kostenlosen Spiele höhlen die Gewinnmargen der großen Konzerne aus. Sie versuchen, mit eigenen Angeboten auf den Zug aufzuspringen. So brachte Electronic Arts im August 2011 seinen PC-Klassiker „The Sims“ auch zu Facebook.

Besonders brisant: Zynga hatte bei Electronic Arts vor rund einem Jahr den Top-Manager John Schappert abgeworben. Als zuständiger für Online-Spiele sei er auch bestens über alle Details von „The Sims Social“ unterrichtet gewesen, heißt es in der am Freitag eingereichten Klage. Electronic Arts behauptet außerdem, das Kopieren habe bei Zynga System. Auch vorherige Spiele wie „FarmVille“ oder „Mafia Wars“ hätten Anleihen bei der Konkurrenz enthalten. Der Vorwurf wird mit Vergleichsbildern untermauert.

Die Zynga-Aktie gerät ins Trudeln

Zynga ist der größte Entwickler von Facebook-Spielen. Die Firma aus San Francisco wurde vor allem bekannt mit ihrer Simulation „FarmVille“, bei der virtuelle Farmen gepflegt wurde. Es folgten Varianten wie „CityVille“ oder „CastleVille“ und im Juni die virtuelle Stadt „The Ville“. Das Spielen ist an sich kostenlos, doch einzelne Artikel wie Traktoren oder Möbel kosten Geld.

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