Wirtschaft 08.09.2013, 14:06 Uhr

Konkurrenz könnte Max Bahr übernehmen

Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, hat ein Konsortium unter Beteiligung der Baumarktkette Hellweg Interesse am insolventen Konkurrenten Max Bahr.

Unter dem Namen Max Bahr werden in Deutschland insgesamt 132 Märkte geführt. Foto: altrofoto.de

Unter dem Namen Max Bahr werden in Deutschland insgesamt 132 Märkte geführt. Foto: altrofoto.de

Hamburg. Ein Konsortium unter Beteiligung der Baumarktkette Hellweg hat einem Medienbericht zufolge Interesse an einer Übernahme des insolventen Konkurrenten Max Bahr. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ will die Insolvenzverwaltung die Interessenten bereits an diesem Montag dem vorläufigen Gläubigerausschuss der Praktiker-Tochter vorstellen. Hellweg war am Wochenende für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Zu dem Konsortium gehört dem Bericht zufolge auch das Wuppertaler Einkaufsbüro deutscher Eisenhändler (EDE). Außerdem werde der britische Baumarktkonzern Kingfisher ebenfalls als Interessent gehandelt.

Laut „Wirtschaftswoche“ haben Hellweg und Praktiker ihren Einkauf zu Beginn des Jahres gebündelt. Die Unternehmerfamilie Trautwein, der EDE gehört, sei wiederum über die Etris-Bank einer der Kreditgeber, an die Max Bahr vor der Insolvenz als Sicherheit verpfändet wurde.

In der vergangenen Woche hatten die Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass der angestrebte Verkauf von Praktiker als Ganzes oder in großen Teilen gescheitert ist. Die Kette verschwindet damit vom deutschen Markt. Max Bahr gilt als Perle des Konzerns. Unter dieser Bezeichnung werden insgesamt 132 Märkte geführt – 54 ehemalige Praktiker-Filialen waren erst in den vergangenen Monaten umgeflaggt worden.

Die operativen Praktiker-Gesellschaften und die Konzernholding mit zusammen rund 9000 Mitarbeitern hatten am 11. und 12. Juli Insolvenz beantragt. Die Tochter Max Bahr mit etwa 6600 Beschäftigten folgte am 26. Juli. (dpa)

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo