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Sonntag, 21. Januar 2018 10

Technik

Alexa, was kannst du alles?

Die MZ erklärt, was die Sprachassistenten von Google und Amazon können – und liefert Nachrichten auf der führenden Plattform.
Von Julia Weidner

Amazon Echo hört ständig zu und wartet auf das Zeichen: „Alexa“. Mit diesem Wort beginnen alle Anfragen an das Gerät. Foto: Franziska Gabbert/dpa

Amazon Echo: Der Platzhirsch besticht mit seiner Vielfalt

Die erste Version des Amazon Echo kam im Oktober 2016 auf den deutschen Markt. Seitdem hat sich einiges getan: Es gibt in Deutschland jetzt auch die kompakte Version namens Echo Dot, eine größere Version namens Echo Plus, eine zweite Version des originalen Echos und Echo Show, ein Lautsprecher mit Touch. Der Sprachassistent der Geräte heißt Alexa. Über diesen kann das Gerät gesteuert und die vielzähligen Funktionen aufgerufen werden. Echo verfügt über WLAN, sieben Mikrofone und einen Lautsprecher. Das System hört dauerhaft seiner Umgebung zu, um sofort reagieren zu können, wenn der Nutzer das Gerät mit „Alexa“ anspricht. Auch mit Nebengeräuschen, wie laufender Musik oder Gesprächen im Raum, erkennt Alexa mit dieser Anrede, wann ihre Dienste gefragt sind.


Google Home: Der Neue Assistent sorgt für Konkurrenzkampf

Google Home ist gerade der härteste Konkurrenz von Amazon Echo. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Ende 2017 bekommt Amazon einen Konkurrenten: Google bringt mit Google Home einen eigenen Home Assistant heraus. Auch dieses Gerät verbindet sich über WLAN und besitzt Mikrofone und einen guten Lautsprecher. Genauso wie Amazon bietet Google eine kleinere Form namens Google Home Mini an. Bei dem Schlagwort „Ok Google“ oder „Hey Google“ ist das Gerät aufnahmefähig, zuvor hört es aufmerksam zu. Google Home tut sich laut Experten aber bei einer hohen Geräuschkulisse noch etwas schwer.

Unzählige Skills und Actions, auch die MZ ist mit dabei

Der Skill, den die Mittelbayerische für die Plattform von Amazon entwickelt hat, ist kostenlos. Foto: Micha Matthes

Einige Funktionen, wie To-do-Listen oder der Kalender, gehören bei beiden Geräten zum Standardrepertoire. Doch die Nutzer können sich individuell weitere Hilfsmittel herunterladen. Bei Amazon heißen diese Funktionen Skills, bei Google sind es Actions. Jeder einzelne Skill kann mit den Worten „Alexa, öffne ...“ oder „Ok Google, gehe zu ... „ aufgerufen werden. Dadurch, dass Echo schon länger auf dem Markt ist als Google Home, bietet Amazon eine größere Auswahl an Zusatzoptionen an. Darunter sind natürlich Nachschlagewerke, Musik und Smart Home, aber auch Sport und Spiele. Wer zum Beispiel in der Früh wenig Zeit hat, kann sich über Alexa die aktuellsten Nachrichten aus der Region und der ganzen Welt aus der Mittelbayerischen Zeitung vorlesen lassen. Der Skill, den die Mittelbayerische für die Plattform von Amazon entwickelt hat, ist kostenlos. Er lässt sich einfach dem sogenannten „Flash Briefing“ hinzufügen – und bietet eine thematische Auswahl. Der Nutzer kann aus bis zu fünf verschiedenen Kanälen wählen: Top-Nachrichten, News aus Bayern, der Oberpfalz, Regensburg oder das Wichtigste aus dem Sport. Redakteure bereiten jeden Tag die wichtigsten Nachrichten mit wenigen kurzen Sätzen speziell für Alexa auf.

„Alexa! Was sind die neusten Nachrichten?“ – Auf diese Frage hin hat der smarte Lautsprecher von Amazon auch Antworten aus der Region parat. Der Clou hier ist: Der Nutzer kann selbst wählen, wie seine Zusammenfassung aufgebaut sein soll. Erst die wichtigsten Nachrichten aus der Oberpfalz von der Mittelbayerischen, danach vielleicht die „Tagesschau in 100 Sekunden“ für die überregionalen News, im Anschluss daran der Wetterbericht und zum Schluss vielleicht noch die Staumeldungen für den Weg zur Arbeit – So könnte die Zusammenfassung eines Regensburger Nutzers aussehen.

So aktivierten Sie den Skill

  • Aktivieren

    Öffnen Sie die „Amazon Alexa“-App auf ihrem Smartphone. Wählen Sie „Skills“ und suchen Sie nach „Mittelbayerische“ (oder klicken Sie hier ). Wählen Sie den Skill unseres Medienhauses aus. Hier finden Sie auch weitere Erläuterungen. Drücken Sie nun auf „Skill aktivieren“.

  • Personalisieren

    Der Skill funktioniert im sogenannten „Flash Briefing“. Gehen Sie in die entsprechenden Einstellungen, aktivieren Sie bis zu fünf Feeds (Topnews, Bayern, Oberpfalz, Regensburg, Sport) und schieben Sie diese jeweils an die gewünschte Stelle.

  • Nachrichten

    Wenn Sie nun zum Beispiel „Alexa! Was sind die aktuellen Nachrichten?“ fragen, bekommen Sie an der gewünschten Stelle in ihrer täglichen Zusammenfassung die wichtigsten Informationen für Ihre Region – direkt vom Mittelbayerischen Medienhaus.

Diese Funktionen helfen täglich im Haushalt

Viele Skills und Zusatzfunktionen sind vor allem im Haushalt nützlich. Darunter fällt auch die Einkaufsliste. Mit den Worten „Alexa, öffne Einkaufsliste und füge Milch hinzu“ wird die Liste um diesen Punkt ergänzt. Ein weiteres nützliches Feature: der Abfallkalender. Die Funktion ist leicht erklärt. Der Skill weiß, wann welche Tonne oder welcher Sack von der Müllabfuhr abgeholt wird. Viele Kommunen unterstützen diese Funktion und stellen Listen mit Terminen zum Download bereit. Außerdem gibt es eine Datenbank, mit der Alexa Ratschläge gibt, wie verschiedene Flecken auf Kleidung am leichtesten zu entfernen sind. Natürlich sind auch Nachschlagewerke mit Rezepten auf den Geräten abrufbar. Google Home kann bei vielen Rezepten die genauen Nährwerte angeben oder einfach Tipps für abwechslungsreiche Gerichte geben.


Kommt bei beiden Geräten nicht zu Kurz: Spiel und Spaß

Sprechen statt tippen: Sprachassistenten wie Googles Assistant etablieren sich allmählich als ein weiterer Weg, technische Geräte zu bedienen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Unter der Kategorie „Spiele, Quiz und Zubehör“ finden sich unzählige Unterhaltungs-Skills. Es gibt verschiedene Funktionen zum Spielen oder einen Würfelautomat. Außerdem kann Alexa alleine auf einem Kindergeburtstag für Stimmung sorgen, zum Beispiel mit dem Skill „Reise nach Jerusalem“. Auch Google Home ist bereit für jede Menge Spaß: Das Gerät erzählt Witze, würfelt, wirft eine Münze oder startet verschiedene Spiele. Außerdem kann der Nutzer das aktuelle Fernseh- oder Kinoprogramm abfragen und sogar auf einem verbundenen Smart-TV einen Film abspielen lassen. Beide Geräte funktionieren auch wie ganz normale Lautsprecher – nur eben mit Sprachsteuerung. Mit dem Befehl „Spiele Musik aus den 90er ab“ und der jeweiligen Anrede ertönt aus den Geräten Britney Spears und Oasis. Mit wenigen Worten wird das nächste Lied abgespielt, die Musik lauter oder leiser gestellt.


Smart Home über Google Home oder Alexa bedienen

Foto: Soeren Stache/dpa

Für viele der größte Nutzen: Smart Home über Alexa oder Google Home steuern. Von überall im Haus kann die Temperatur in anderen Zimmern eingestellt werden, das Licht ein- und ausgeschaltet und Haushaltsgeräte bedient werden. Google Home kann zum Beispiel einen kompatiblen Rasensprenger oder Staubsaugroboter bedienen. Außerdem können Türschlösser und -klingeln mit dem Gerät vernetzt werden. Auf Zuruf wird so mit dem Besucher vor dem Haus gesprochen oder die Tür geöffnet. Auch verschiedene Steckdosen können mit den Geräten verbunden werden. Über den Webservice IFTTT kommunizieren beide Assistenten mit anderen Smart-Home-Geräten, die normalerweise nicht direkt miteinander vernetzt sind. Google Home lässt sich unter anderem mit den Smart-Home-Systemen von Logitech und Samsung verbinden.

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