mz_logo

Panorama
Dienstag, 23. Januar 2018 5

Wetter

Chancen auf weiße Weihnacht steigen

Zum Start in die neue Woche bleibt es frostig. Das bedeutet Schnee – aber auch gefährliche Straßenglätte.

Schneeglatte Straße im Hochschwarzwald: Meteorologen warnen vor Unfällen. Foto: Felix Kästle

Offenbach.Die Woche vor Heiligabend beginnt in vielen Teilen Deutschlands mit Neuschnee – eine weiße Weihnacht ist aber nicht gesichert. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete in seiner Vorhersage, das Tief „Andreas“ bringe schon in der Nacht zum Montag von Nordwesten her Niederschläge.

Von Ostfriesland bis ins Rheinland soll es regnen, weiter östlich schneien. Oberhalb von 400 Metern schneit es in ganz Deutschland, die Temperaturen liegen bei null bis sieben Grad. Besonders gefährlich kann es auf den Straßen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland werden. Dort fallen innerhalb weniger Stunden zwei bis fünf Zentimeter, in Berglagen zehn Zentimeter Schnee.

Ostbayern: 30-Prozent-Chance auf Weiße Weihnacht

Schon bis zum Nachmittag soll der Schnee am Montag unterhalb von 400 Metern jedoch wieder geschmolzen sein. Nach Angaben des DWD-Meteorologen Robert Hausen sind die Chancen auf Schnee an den Feiertagen im Flachland nach wie vor sehr gering. Östlich der Elbe und in Ostbayern gebe es mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent Schnee, im Nordwesten und Westen brauche es schon ein „mittleres Wetterwunder“ für weiße Weihnachten. Oberhalb von 800 Metern sei dies dagegen so gut wie sicher.

Eisglätte führte am Wochenende zu mehr als 60 Unfällen im Nordwesten Niedersachsens – mindestens zwölf Menschen wurden dabei verletzt, eine Frau lebensgefährlich. Wie die Polizei mitteilte, war ihr Wagen in der Nacht zum Sonntag bei Wilhelmshaven in einer Kurve von der Fahrbahn gerutscht und gegen einen Baum geprallt.

Wenige Stunden später überraschte plötzliche Glätte zahlreiche Autofahrer auf der Autobahn 1 bei Cloppenburg. Vier Menschen wurden hier bei acht Unfällen verletzt. Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte, sei die Fahrbahn in beide Richtungen gegen 4.30 Uhr innerhalb weniger Minuten vereist gewesen. Ein Auto rutschte in einen Streifenwagen der Polizei - dabei wurden die 35 Jahre alte Fahrerin und der 30-jährige Beifahrer des auffahrenden Pkw sowie eine 44 Jahre alte Polizistin leicht verletzt. Die Polizei sperrte die A1 nach den Unfällen in Fahrtrichtung Bremen am Morgen für drei Stunden.

Mehrere Verkehrsunfälle bei Glatteis gab es in Nordrhein-Westfalen bereits am Samstag. Probleme im Berufsverkehr wegen „Schneedecken auf allen Straßen“ sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes auch am Montagmorgen absehbar.

Am Wochenende lockten die verschneiten Pisten viele Wintersportler in die Mittelgebirge wie den Harz gelockt. Nachdem es in den vergangenen Tagen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt teils stark geschneit hat, sei der Wintertourismus eine Woche vor Weihnachten angelaufen, teilte der Harzer Tourismusverband im niedersächsischen Goslar mit. Viele Skifahrer, Rodler und Wanderer waren dort am ersten alpinen Wochenende unterwegs. Auch in Thüringens Wintersportgebieten liegt bereits mehr als ein halber Meter Schnee. Derzeit seien dort insgesamt 730 Kilometer an Loipen und Skiwanderwegen präpariert und zahlreiche Skilifte im Betrieb, hieß es.

Wie wird das Wetter vor Ihrer Haustür? Den regionalen Wetterbericht finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht