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Samstag, 19. August 2017 30° 8

Kommentar

Lieber früh üben

Ein Kommentar von Marianne Sperb, MZ

Am deutschen Schulsystem lässt sich vieles kritisieren. Praxisferne Lehrpläne zum Beispiel. Oder maximal komprimierter Stoff, der in acht Jahren am Gymnasium durchgepaukt wird. Große Klassen, in denen individuelle Förderung utopisch ist. Und überforderte Pädagogen, die unterrichten, sich aber schon längst in die innere Emigration verabschiedet haben.

Ist Homeschooling eine Alternative? Für Kinder klingt Lernen zuhause verlockend. „Ich wollte nicht, dass mir ein Lehrer immer sagt, was ich tun muss“, sagt Amanda Gremlich. Da liegt ein Knackpunkt: Kinder, die von Eltern unterrichtet werden, haben weniger Chancen, die – auch später – so wichtigen Dinge des Lebens zu lernen: Auseinandersetzungen und Leistungsdruck aushalten, Kompromisse schließen, sich einen Platz in einer Gruppe schaffen. Und: Diese Kinder bleiben in der Gedankenwelt ihrer Eltern.

Amandas Bruder ist schlauer: Er will jetzt ans Gymnasium.

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