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Medien

Hetze: Zuckerberg räumt Fehler ein

In Berlin stellt sich der Facebook-Gründer den Fragen der User – und lobt Merkels Flüchtlingspolitik.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wurde in Berlin mit einem Medienpreis ausgezeichnet. Foto: afp

Berlin.Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat Probleme beim Umgang des sozialen Netzwerks mit Hassparolen eingeräumt. „Bis vor kurzem haben wir das in Deutschland nicht gut genug gemacht“, sagte Zuckerberg am Freitag bei einer Veranstaltung mit Nutzern in Berlin. Auch in Zukunft müsse Facebook hier noch besser werden.

Zuckerberg verwies darauf, dass das Unternehmen bereits wichtige Schritte eingeleitet habe. So werde die Gegenrede gegen Hassparolen in dem sozialen Netzwerk gefördert. Außerdem kümmerten sich in Deutschland etwa 200 Menschen darum, sicherzustellen, dass „schlechte Inhalte“ nicht auf Facebook stünden.

Kein Platz für Hassreden

Den Verantwortlichen seien die spezifisch deutschen Aspekte dieses Problems früher nicht klar gewesen, räumte Zuckerberg ein. Dass beim Vorgehen gegen Hass im Internet auch ein besonderes Augenmerk auf Hetze gegen Migranten gelegt werden müsse, habe Facebook erst lernen müssen. Zugleich betonte Zuckerberg, dass es grundsätzlich „keine Toleranz“ gegenüber Hetzparolen gebe. „Hassreden haben auf Facebook keinen Platz.“

Das Netzwerk wird in Deutschland immer wieder dafür kritisiert, nicht in ausreichendem Maße einzugreifen, wenn Nutzer gegen Flüchtlinge hetzen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Unmuts hatte Facebook Ende November zugesagt, schärfer gegen solche Hassbotschaften vorzugehen.

„Ich hoffe, dass mehr Länder dem Vorbild Deutschlands folgen.“

Mark Zuckerberg

Zuckerberg zudem die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel gelobt. „Ich hoffe, dass mehr Länder dem Vorbild Deutschlands folgen. Ich hoffe, dass die USA dem Vorbild Deutschlands folgen“, sagte der 31-Jährige am Freitag bei einer Antwortrunde im Stadtteil Treptow. Die Rolle der deutschen Staatsführung in der Flüchtlingskrise sei eine Inspiration und „definitiv ein Modell für die Welt“.

„Es braucht Mut und Menschlichkeit, um zu begreifen, dass da draußen Menschen sind, die ein Zuhause brauchen - und dass Gemeinschaften aufzubauen, in denen niemand ausgegrenzt wird, am Ende das beste für die Welt sein wird“, sagte Zuckerberg zu Merkels Flüchtlingspolitik.

Kritik von Datenschützern

Daneben ging es bei der Fragerunde in Berlin auch um andere schwierige Themen wie den Datenschutz. Einige deutsche Datenschützer kritisieren Facebook sammele zu viele Daten und bestehe auf Klarnamen.

Zum Abschluss warf Zuckerberg noch einen Blick in die Zukunft und sprach über eines seiner Lieblingsthemen, die virtuelle Realität. „Es wird dazu kommen und es wird großartig sein.“ So könne man in fünf Jahren – oder schneller – möglicherweise eine Veranstaltung wie dieses Treffen in einer virtuellen 360-Grad-Umgebung übertragen, so dass die Menschen virtuell teilnehmen könnten. (afp)

Mark Zuckerberg gewährte den Facebook-Nutzern bei seinem Berlin-Aufenthalt einige Einblicke:

Live from Berlin talking about the latest in AI -- with Yann LeCun, director of Facebook AI Research.

Posted by Mark Zuckerberg on Donnerstag, 25. Februar 2016

Höhepunkt von Zuckerbergs Berlin-Visite ist am Freitag eine Fragerunde mit Nutzern des weltgrößten Online-Netzwerks am Freitag. (dpa)

Weitere Nachrichten aus dem Bereich Panorama finden Sie hier.

Today’s Q&A with Mark live from Berlin, Germany will begin at 1pm CET/ 4am PT. Tune in to the live stream here.

Posted by Q&A with Mark on Freitag, 26. Februar 2016

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