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Montag, 30. Mai 2016 21° 5

Internet

Medienhaus trifft Ideen von morgen

Beim MZ-Hackathon basteln Medienleute und junge Entwickler an der digitalen Zukunft. In nur zwei Tagen soll Großes entstehen.
Von Mario Geisenhanslüke, MZ

Ab in die Zukunft: Das Verlagshaus der Mittelbayerischen Zeitung wird beim Hackathon zum Treffpunkt lokaler Innovatoren. Foto: Holger Schellkopf

Regensburg.Bald ist es soweit: Die Hacker kommen. Nach Regensburg. Mitte März. Doch keine Sorge: Es ist kein Konsortium böser Internetkrimineller, das vom 10. bis zum 12. März bei der Mittelbayerischen Zeitung zu Gast ist. Es sind kreative Entwickler, Designer, Medienleute oder digitale Bastler, die sich zu einem Hackathon zusammenfinden .

Doch was ist ein Hackathon? Meinolf Ellers, Chief Digital Officer der Deutschen Presseagentur (dpa), erklärt es so: Der Begriff kommt auf der einen Seite von „Hacken“. Das allerdings bedeute im weitesten Sinne „basteln, experimentieren, mit Sachen herumspielen“. Mit dem Eindringen in fremde Computer, woran viele schon seit den 80er-Jahren bei diesem Begriff denken, hat es in diesem Wortsinn nichts zu tun. Und auf der anderen Seite steckt das Wort Marathon darin: „Man tut das also über einen gesteuerten, längeren Zeitraum.“ Denn: Am Ende sollen nicht nur Konzepte auf dem Papier entstehen – sondern Prototypen. Das Google News Lab ist Partner von MZ und NMA beim Hackathon. Isabell Sonnenfeld, Leiterin des Labs, sagt dazu: „Ich freue mich sehr, dass wir den ersten lokalen Media Hackathon bei der Mittelbayerischen Zeitung mit dem Google News Lab und in Kooperation mit dem Next Media Accelerator unterstützen werden. Kreativität und Innovation im Medienbereich entsteht am einfachsten dann, wenn Journalisten, Entwickler, Entrepreneure und Designer zusammen kommen und gemeinsam Ideen entwickeln und an Prototypen arbeiten. Gerade auf lokaler Ebene mit der Nähe zum Leser gibt es so viel Potenzial für spannende und neue Ideen.“

„Nicht nur ein Spielplatz für junge Wilde“ – Lesen Sie hier das komplette Interview mit Meinolf Ellers.

Den wissenschaftlichen Blick auf die Veranstaltung wird Markus Heckner haben. Der Professor der OTH Regensburg sitzt auch in der Jury und sagt: „Es wird oft versucht, die eierlegende Wollmilchsau zu entwickeln – eine Software, die alles kann.“ Er aber wolle am Ende von den Teams wissen: „Was kann das Ding?“.

Premiere für die Mittelbayerische

Alle Informationen zum Hackathon der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg und zur Anmeldung finden Sie bei uns im Internet hier.

Nicht nur für Heckner ist es eine Premiere, sondern auch für den Mittelbayerischen Verlag. Die MZ ist das erste regionale Medienhaus, das eine solche Veranstaltung gemeinsam mit dem Partner Next Media Accelerator (nma) ausrichtet. An der Hamburger nma ist unter anderem die dpa beteiligt, Hauptgeschäft ist die Förderung innovativer Medien-Startups.

Für MZ-Chefredakteur Manfred Sauerer ist der Hackathon eine wichtige Plattform, um jungen Talenten – gerade aus der Region – die Möglichkeit zu geben, ihr Können zu beweisen, ihre Ideen umzusetzen und nicht zuletzt auch kompetente Partner für ihre Projekte zu finden. Der Hackathon in Regensburg steht unter dem Motto „think global, hack local“ (deutsch: Denke global, entwickle lokal) und soll eine innovative Ideenschmiede auf lokaler Ebene werden. Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnehmen kann jeder, der sich einer von drei Kategorien zugehörig fühlt und eine Idee hat. Anmeldungen sind möglich in den Bereichen „Entwicklung/Programmierung“, „Design/UX“ und „Konzept/Inhalt“.

„think global, hack local“

Motto des MZ-Hackathons

Für die Ideen, die man mitbringt, gilt: Ihnen sind fast keine Grenzen gesetzt. Sie können aus dem Bereich von „News und Service“ kommen, sich aber auch rund um die Themen „Social Media“ oder „Entertainment“ drehen. Einzig: Sie sollten etwas mit den hier lebenden Menschen zu tun haben, Nutzen, Hilfe oder auch einfach nur Spaß bringen. So steht es in der Ausschreibung im Internet.

„Unbezahlbar sind natürlich der Spaß und die Erfahrung für alle Teilnehmer.“

Holger Schellkopf, stellvertretender Chefredakteur der MZ

Die zweieinhalb Hackathon-Tage beginnen am Donnerstagnachmittag mit der Vorstellung der Ideen. Bei den sogenannten „Pitches“ hat jeder eine Minute Zeit, von dem Konzept zu berichten, das ihm im Kopf herumgeistert. Danach finden sich Teams zusammen – mit zwei Zielen: am Samstag ein Konzept samt erstem Prototyp einer Jury präsentierten zu können – und die 2000 Euro Preisgeld zu gewinnen. Während der Zeit stehen den Teilnehmern Mentoren zur Seite.

Hochkarätig besetzte Jury

Die Sieger werden von einer Jury bestimmt, in der unter anderem Isabelle Sonnenfeld (Head of Google News Lab), Michael Wagner (Gründer und Geschäftsführer von FuPa), Markus Heckner (Professor für Medieninformatik an der OTH Regensburg) und Dirk Herzbach (CEO von nma) sitzen. „Ich habe Hackathons gesehen, bei denen nach 48 Stunden schon eine fertige Website und zahlende Kunden existierten“, sagt Herzbach. Für ihn zählen drei Dinge: Erstens die Validierung („Wurde mit Kunden oder Anwendern gesprochen?“), zweitens das Business („Wird mit dem Produkt mal Geld verdient?“) und drittens der Fortschritt („Ich möchte mit einem tollen Team-Produkt beeindruckt werden.“)

Der stellvertretende Chefredakteur der MZ, Holger Schellkopf, fasst zusammen: „Außer der Chance, mit guten Leuten an noch besseren Produkten zu basteln, winkt eine Reihe von Preisen. Unbezahlbar sind natürlich der Spaß und die Erfahrung für alle Teilnehmer.“

Infos zur Anmeldung

Die Anmeldung über den Hackathon läuft über Eventbrite. Alle Informationen finden Sie hier.

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