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Sieben Filmtipps für Couch-Camper

Wer keine Lust hat, sich beim Zelten die Finger schmutzig zu machen, kann sich das Campingerlebnis auch nach Hause holen.
Von Sebastian Arlt

  • Reese Witherspoon als Cheryl Strayed in einer Szene des Films „Der große Trip - Wild“ . Foto: dpa/Twentieth Century Fox
  • Pfadfinder Sam und seine Brieffreundin Suzy planen in „Moonrise Kingdom“ ihre Flucht in die Wildnis der fiktiven Insel New Penzance Island. Foto: dpa

Prince Avalanche – „Bromance“ im Niemandsland

Die Straßenarbeiter Alvin und Lance sollen auf einer Straße, die durch ein von Bränden gezeichnetes Waldgebiet führt Fahrbahnmarkierungen nachziehen. Da die Straße so abgelegen liegt müssen die beiden ihre Zelte im Wald aufschlagen und können nur am Wochenende nach Hause. Das Problem bei der Sache: Alvin und Lance könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Alvin die Abgeschiedenheit genießt und heimlich Liebesbriefe an die große Schwester von Lance schreibt, möchte dieser nur wieder zurück in die Zivilisation, Partys feiern und Frauen abschleppen. Schließlich entwickelt sich vor der fast schon postapokalyptisch anmutenden Kulisse des abgebrannten Waldes doch noch eine tiefe Freundschaft.

Freitag der 13. – die Mutter der Slasher-Filme

Nachdem zwanzig Jahre vor Beginn der Handlung zwei jugendliche Aufseher im Camp Crystal Lake ermordet wurden, möchte der neue Besitzer Steve Christy zusammen mit einigen Helfern das Camp renovieren. Es kommt, wie es kommen muss: Der Mörder taucht erneut auf und macht in klassischer Slasher-Manier Jagd auf die Gruppe. Unter Horrorkennern genießt Freitag der 13. Kultstatus. Zusammen mit Halloween – Die Nacht des Grauens läutete der Film die Erfolgswelle der Slasher-Filme in den 1980ern ein.

Moonrise Kingdom – ein bittersüßes Abenteuer für die ganze Familie

Bruce Willis als Captain Sharp und Frances McDormand als Mrs. Bishop in einer Szene des Films „Moonrise Kingdom“. Foto: dpa

Der Film von Regisseur Wes Anderson spielt auf der fiktiven Insel New Penzance Island vor der Küste Neuenglands im Jahr 1965. Der zwölfjährige Waisenjunge Sam büxt aus einem Pfadfinderlager aus, um sich mit seiner Brieffreundin Suzy zu treffen und mit ihr in die Wildnis zu fliehen. Die beiden schlagen schließlich ihr Zelt in einer Meeresbucht auf, wo sie sich zum ersten Mal küssen. Als die beiden geschnappt und Sam weggebracht werden soll tun sich die Pfadfinder zusammen, um Sam und seiner Freundin bei der Flucht zu helfen. Wer andere Werke von Wes Anderson kennt, der weiß, was ihn hier erwartet: Abgefahrener Humor, skurrile Charaktere und eine Prise Melancholie.

Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers

Als der Schriftsteller Gordon Lachance von dem Mord an seinem Kindheitsfreund Chris Chambers erfährt, erinnert er sich an die damalige Zeit. Auf der Suche nach dem Leichnam des vermissten Ray Brower hatten er und Chambers sowie ihre Freunde Teddy Duchamp und Vern Tessio eine zweitägige Wanderung unternommen. Die vier stellen sich dabei nicht nur den Gefahren der Wildnis, sondern auch ihren persönlichen Problemen, wodurch immer wieder emotionale Gespräche entstehen.

Blair Witch Project – Horror zum Greifen

Das ambitionierte Filmprojekt von 1999 begründete im Alleingang das Genre des Found-Footage-Films. Der Zuschauer verfolgt die Handlung lediglich durch Filmaufnahmen der drei Studenten, die auf der Suche nach der Hexe von Blair in den Wäldern von Burkittsville im US-amerikanischen Bundesstaat Maryland vermeintlich verschwunden sind. Während der Dreharbeiten waren die drei Schauspieler Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael C. Williams lediglich mit einem Funkgerät mit den Regisseuren verbunden, die ihnen so Anweisungen gaben, wo der nächste Drehort sein würde. Gerade durch diese Maßnahme wird der Horror in diesem Film so greifbar wie in keinem anderen Film – und das obwohl der Zuschauer die Hexe von Blair nie zu Gesicht bekommt.

Der große Trip – Wild

Reese Witherspoon als Cheryl Strayed in einer Szene des Films „Der große Trip - Wild“ . Foto: dpa/Twentieth Century Fox

Die Buchverfilmung erzählt die Geschichte von Cheryl Strayed, die sich nach vielen Schicksalsschlägen wie dem Tod ihrer Mutter und ihrem Heroinkonsum, entschließt sich eine Wanderung auf dem rund 1.600 Kilometer langen Pacific Crest Trail zu machen. Anfangs macht sich ihre Unerfahrenheit deutlich bemerkbar, sie trägt einen viel zu großen und schweren Rucksack voll mit unnützen Gegenständen mit sich herum. Mit der Zeit wächst sie jedoch an der Herausforderung, lernt wie man ein Zelt aufbaut und alleine in der Wildnis überlebt und kann so ihre Vergangenheit bewältigen.

Into The Wild – die tragische Geschichte eines Aussteigers

Genervt von seinen wohlhabenden Eltern entschließt sich der 22-jährige Student Christopher McCandless all seinen materiellen Besitz – abgesehen von seinem Auto, einem Nissan Sunny – aufzugeben und eine Reise durch die USA bis nach Alaska zu unternehmen. Er gelangt schließlich an sein Ziel, wo er aber tragischerweise durch den Verzehr einer giftigen Pflanze ums Leben kommt. Die malerischen Landschaftsaufnahmen und der großartige Soundtrack von Eddie Vedder machen trotzdem Lust selbst Zeit in der Natur zu verbringen.

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