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Dienstag, 26. September 2017 21° 2

Unfälle

Stierkampf: Bulle spießt Torero auf

Der bekannte Matador Ivan Fandiño war in der Stierkampfarena in Frankreich über sein eigenes Tuch gestolpert.

Der spanische Stierkämpfer Ivan Fandino ist von einem Bullen mit den Hörnern aufgespießt und tödlich verletzt worden. Archivfoto: Jesus Diges/EFE/dpa

Aire-sur-l’Adour.Ein spanischer Stierkämpfer ist von einem Bullen mit den Hörnern aufgespießt und tödlich verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich Medienberichten zufolge am Samstag in der Stierkampfarena von Aire-sur-l’Adour im Südwesten Frankreichs. Ähnliche „Corrida“-Unglücke gab es in der Vergangenheit schon in mehreren Ländern, in Frankreich wurde der bislang letzte Tod eines Toreros laut dem Sender France Info aber im Jahr 1921 verzeichnet.

Juli 2016: Erstmals in diesem Jahrhundert stirbt in Spanien ein Torero in der Arena. Ein Stier nahm den 29-Jährigen auf die Hörner.

Laut der Regionalzeitung „Sud Ouest“ stolperte der 36-jährige Ivan Fandiño in der Arena über sein eigenes Tuch und wurde – im Staub liegend – zur leichten Beute für den verletzten Bullen. Dessen Hörner bohrten sich in den Oberkörper des bekannten Matadors, der schon 2011 und 2014 bei Stierkämpfen schwer verletzt worden war. Auf dem Weg ins rund 30 Kilometer entfernte Krankenhaus erlitt Fandiño den Berichten zufolge zwei Herzstillstände. Er starb noch vor der Ankunft in der Klinik.

Tradition vs. Tierquälerei

Gerade im französischen Baskenland und in Spanien wird seit Jahren über die Stierkampftradition gestritten. Für viele ist die „Corrida“ eine Kunst und ein Nationalsymbol. Für Gegner des Brauchtums ist das umstrittene Spektakel brutale Tierquälerei, bei der die Stiere oft zu Tode gefoltert werden. Vor wenigen Wochen protestierten Tausende Menschen in Spanien für ein landesweites Verbot von Stierkämpfen und eine Verschärfung der Tierschutzgesetze.

Spanien würdigte den Stierkämpfer am Sonntag. „Unsere tiefe Ehrerbietung und unser Gedenken für Ivan Fandiño, eine große Figur des Stierkampfes“, reagierte das Königshaus. „Mein tiefstes Beileid an die Familie und die Freunde von Iván Fandiño“, schrieb Ministerpräsident Mariano Rajoy. Auch Fußball-Nationalspieler und Real-Madrid-Abwehrmann Nacho, würdigten den Torero. „Ruhe in Frieden, Maestro!“, schrieb Nacho auf Twitter. (dpa)

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  • RA
    Rudolf Anders
    18.06.2017 11:10

    na und - ich wünschte, es wäre jedesmal so. Mit welchem Recht werden Tiere von uns gequält?

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