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Samstag, 23. September 2017 21° 1

Szene

TfD statt AfD: Satire-Aktion „Travestie für Deutschland“

Um gegen Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Rechtsradikalismus zu protestieren, setzt die Aktion auf Öffentlichkeit.

Mit einer Plakat-Aktion macht „Travestie für Deutschland“ auf Rassismus und Homophobie aufmerksam. Foto: Felix Grimm

Berlin.Was aus der Ferne aussieht wie AfD-Wahlkampf, ist eigentlich das Gegenteil: Als fiktive Partei „Travestie für Deutschland“ (TfD) warnen queere Aktivisten im Bundestagswahlkampf vor den Ideen der AfD.

Auf einem Plakat, das an die Alternative für Deutschland erinnert, zeigt zum Beispiel die Berliner Dragqueen Jacky-Oh Weinhaus den Mittelfinger. „Mut zur Travestie“ steht darauf. Der rote Pfeil im AfD-Logo wurde durch einen roten Stöckelschuh ersetzt - die blaue Hintergrundfarbe durch ein kräftiges Lila. Die AfD richte sich gegen Minderheiten, bekämpfe die Ehe für alle und störe den sozialen Frieden, sagt Texter Alexander Winter. Die Partei stehe für ein Phänomen, das viele Länder betreffe, „eine Bewegung, die mit Donald Trump sogar im Weißen Haus sitzt“, sagt Winter.

Mit der Plakat- und Internet-Aktion sollen Menschen zur Teilnahme an der Bundestagswahl am 24. September animiert werden. „Wir wollen daran erinnern, dass politische Entscheidungen Folgen haben.“ Schon bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2016 plakatierte die Gruppe in der Hauptstadt.

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