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Panorama
Mittwoch, 17. Januar 2018 9

Brände

Tropensturm fordert 200 Todesopfer

Auf die Wucht von „Tembin“ sind die Behörden nicht vorbereitet. Im Süden kommt es auch noch zu einer Brandkatastrophe.

Blick auf ein Gebiet, das der Tropensturm „Tembin“ verwüstet hat: Rund 200 Menschen verloren bei dem Unwetter ihr Leben. Foto: AFP / CABRERA

Manila.Mindestens 200 Menschen sind auf den südlichen Philippinen beim Tropensturm „Tembin“ durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben gekommen. Am schlimmsten betroffen war nach Behördenangaben die Provinz Lanao del Norte, wo bis Samstagabend 127 Menschen ums Leben kamen und 69 weitere noch vermisst wurden.

„Tembin“ war am Freitag in der südlichen Region Mindanao auf Land getroffen. Mehr als 75 000 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Häuser wurden weggeschwemmt, viele Straßen waren unpassierbar. Man sei vom Ausmaß der Zerstörungen überrascht worden, sagte der Leiter der regionalen Katastrophenschutzbehörde, Manuel Luis Ochotorena.

„Die aus den Bergen kommenden Wassermaßen haben sogar Kokospalmen ausgerissen, das zeigt die Kraft der Fluten.“ Manuel Luis Ochotorena.

In der Provinz Zamboanga del Norte schwemmten demnach Sturzfluten in der Stadt Sibuco etwa 100 Fischerhütten fort. „Die aus den Bergen kommenden Wassermaßen haben sogar Kokospalmen ausgerissen, das zeigt die Kraft der Fluten“, sagte Ochotorena. Tote wurden auch aus den Provinzen Lanao del Sur, Bukidnon und Misamis Occidental gemeldet.

Die Regierung sagte den Opfern Unterstützung zu. Am Samstag erreichte der Sturm, dessen Böen nach Angaben des meteorologischen Dienstes mit Geschwindigkeiten bis zu 145 Kilometern pro Stunde wehten, die westliche Provinz Palawan.

2016 gab es 6000 Todesopfer

Erst vergangene Woche waren 54 Menschen umgekommen, als der Sturm „Kai-Tek“ über die Philippinen zog. Der südostasiatische Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich 20 Wirbelstürmen getroffen. 2016 kamen durch den Taifun „Haiyan“ mehr als 6000 Menschen ums Leben.

Gleichzeitig suchen Rettungskräfte im Süden der Philippinen nach mehr als zwei Dutzend Menschen: Nach einem Brand in einem Einkaufszentrum, das am Samstagmorgen in der NCCC Mall in Davao ausgebrochen war. Mindestens 28 Mitarbeiter einer Firma seien vermutlich noch eingeschlossen, sagte eine Polizeisprecherin. Sechs Menschen seien gerettet worden. „Die Such- und Rettungsaktion dauert noch an“, sagte die Sprecherin.

Flammen schlagen aus dem Einkaufszentrum in Davao. Foto: Manman Dejeto

Auf Bildern waren dunkle Rauchwolken zu sehen, die von dem Gebäude aufstiegen. Der Brand war kurz nach Öffnung des Einkaufszentrums in einer Möbelabteilung im dritten Stock des Gebäudes ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet. Über die Brandursache gab es der Polizei zufolge noch keine Informationen.

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