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Eurovision Song Contest-Nachrichten
Dienstag, 21. November 2017 7

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ESC-Vorentscheid soll Lena-Gefühl wecken

Was war das schön 2010: Lena singt unbekümmert auf der ESC-Bühne und gewinnt. Fünf Nachwuchssänger wollen ihr nacheifern.

  • Bereits bekannte Gesichter in der Jury: Florian Silbereisen (l-r), Lena Meyer-Landrut und Tim Bendzko. Foto: Henning Kaiser
  • Der Sänger Axel Maximilian Feige. Foto: Henning Kaiser

Köln.Der deutsche Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) will in diesem Jahr an das erfolgreiche Casting von ESC-Gewinnerin Lena 2010 anknüpfen.

„Ich glaube, dass man den Mechanismus, der sich bei „Unser Star für Oslo“ als richtig erwiesen hat, auf einen konzentrierten Abend übertragen kann“, sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber am Mittwoch in Köln. Das sei das, was man nun versuche. Wie damals wurden die Kandidaten für den Vorentscheid in einem Casting ermittelt.

Ins Rennen um das Ticket zum ESC gehen in diesem Jahr die Nachwuchs-Musiker Yosefin Buohler (21), Axel Maximilian Feige (28), Felicia Lu Kürbiß (21), Isabella „Levina“ Lueen (25) und Helene Nissen (20).

Ursprünglich hatten sich rund 2000 Menschen für „Unser Song 2017“ beworben, den der NDR zusammen mit Raab TV produziert – wobei der im Fernsehen nicht mehr aktive Stefan Raab nach Angaben der Verantwortlichen keinen Einfluss auf die Show hat.

Die Jury ordnet die Leistung ein

Die Kandidaten haben in diesem Jahr auch keine eigenen Songs im Gepäck, sondern werden zwei Lieder singen, die aus der Feder erfahrener, ausländischer Komponisten stammen: „Perfect Life“ und „Wildfire“. Am Ende der Show am Donnerstag (9. Februar, 20.15 Uhr, ARD) soll der perfekte deutsche Teilnehmer mit dem perfekten Song für das Finale in Kiew (13. Mai) feststehen. Über beides stimmt das deutsche Publikum ab.

In der Jury, die nur kommentierende Funktion hat, sitzen die ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut (25), der Volksmusik-Moderator Florian Silbereisen (35) und der Sänger Tim Bendzko (31). „Man nimmt sich natürlich schon vor, das zu sagen, was man denkt“, sagte Bendzko. Bloßstellen wolle man natürlich niemanden. Silbereisen sagte, er wolle den Kandidaten Mut zusprechen – das habe Rudi Carrell bei ihm vor Jahren auch so gemacht. „Ich glaube, dass man auch beim ESC die Nation hinter sich braucht“, sagte er. „Die ganze Nation hat irgendwie Lena geliebt und das schwappte dann auch in die Nachbarländer“. Das müsse man erreichen für eine gute Platzierung.

Deutschland war 2016 das Schlusslicht

Lena Meyer-Landrut hatte 2010 den bisher letzten deutschen Sieg ersungen. Danach erlebte Deutschland bei dem Gesangswettbewerb nur Pleiten. Jamie-Lee Kriewitz landete im vergangenen Jahr auf dem letzten Platz.

Zunächst richten sich die Blicke der noch weitestgehend unbekannten Kandidaten aber auf den Vorentscheid. „Das Wichtigste für mich ist erstmal, eine Superleistung zu bringen“, sagte Axel Maximilian Feige, der unter anderem als Straßenmusiker Geld verdient. Die Konkurrenz sei stark. (dpa)

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