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Freitag, 27. März 2015 10° 5

Multimedia

Facebook macht gründlichen Frühjahrsputz

Für viele Facebook-Nutzer ist der Nachrichtenstrom das Kernstück des weltgrößten Online-Netzwerks. Jetzt ordnet das Team um Zuckerberg die Ansicht neu.

Facebook-CEO Mark Zuckerberg stellte in Kalifornien den Relaunch der Facebook-Nutzeransicht vor. Foto: AP

Regensburg. Das weltgrößte soziale Netzwerk räumt auf: Die Flut an Informationen, die den Benutzer momentan auf seiner persönlichen Facebook-Startseite empfängt, wird in den kommenden Wochen kräftig entrümpelt. Eine neue Struktur sorgt für Ordnung im sogenannten Newsfeed. Mit den Neuigkeiten von abonnierten Quellen und Freunden ist er das Herzstück des Online-Dienstes für mehr als eine Milliarde Facebook-Nutzer. Und wie bei jedem richtigen Frühjahrsputz poliert auch der Netzwerk-Riese seine Ausstattung kräftig auf. Das kündigte Firmenchef Mark Zuckerberg am Donnerstag an.

Für die Benutzer heißt das: Der Newsfeed wird übersichtlicher – und noch persönlicher. „Wir werden jedem seine bestmögliche, personalisierte Zeitung bieten“, versprach Zuckerberg bei der Präsentation des neuen Designs in der US-amerikanischen Stadt Menlo Park. Was der Facebook-Gründer damit meint: Der Newsfeed enthält für jeden User eine exakt zugeschnittene Auswahl multimedialer Inhalte von Familie, Freunden und Fanseiten. Bisher bestimmte ein Algorithmus, welche Informationen für einen Benutzer relevant sind. Aus unzähligen Fotos, Videos, Statusmeldungenen der Freunde, Ortsangaben oder Links wurden automatisiert einzelne Posts herausgepickt.

Nachrichtenstrom wird gesplittet

Mit einer neuen Struktur will Facebook Ordnung ins Wirrwarr der Nachrichtenströme bringen. Der User kann künftig gezielt Informationen zu einzelnen Themenbereichen aufrufen. Beispielsweise kann er sich auf einen Blick alle Fotos ansehen, die seine Facebook-Freunde ins Netzwerk hochgeladen haben. Oder er ruft alle Verantstaltungstermine ab. Inhalte können aber auch nach Kategorien wie Musik, Sport oder Spiele gefiltert werden.

Die Themenbereiche, die ein Facebook-Mitglied am häufigsten anklickt, werden im Auswahlmenü ganz oben einsortiert – und zwar auf allen Geräten. Denn das soziale Netzwerk soll künftig auf dem Computer genauso aussehen wie auf dem Smartphone und Tablet-PC. Deswegen entstaubt Facebook die Navigation und das optische Design seiner Webansicht. Elemente, die der User von mobilen Apps kennt, spielen dabei eine wichtige Rolle. Der kleine Bildschirm eines Smartphones bietet schließlich viel weniger Platz als ein Desktop-Monitor – daran orientieren sich die Macher des neuen Newsfeeds. Mehr Weißraum soll für Übersicht sorgen.

Zudem dürfen Fotos und Videos in Zukunft glänzen: Sie nehmen in Zukunft die gesamte Breite des Newsfeeds in Anspruch. Von abonnierten Quellen und Freunden geteilte Internet-Links erhalten größere Vorschaubilder. Wird ein bestimmter Inhalt von mehreren Freunden geteilt, kommt er besonders groß raus – denn Facebook nimmt an, dass solche Informationsschnipsel auch für den User selbst interessant ist. Die Freunde, die den Link schon gepostet haben, tauchen mit ihrem Profilbild direkt daneben auf.

Werbung mitten im Newsfeed

Das Thema Werbung ließen Zuckerberg und seine Mitarbeiter bei der Vorstellung des neuen Designs aus. Jedoch hatte der Facebook-Gründer kürzlich angedeutet, dass sein Netzwerk für Werbetreibende interessanter werden muss. Denn immer mehr User greifen per Smartphone darauf zu – und entziehen sich so der Werbung, die auf der geräumigeren Webseite gezeigt wird. Auf kleineren Displays der mobilen Geräte muss Werbung in den Nachrichtenstrom eingebaut werden. Dafür dürfte das neue, einheitliche Design Spielraum bieten. Der Newsfeed wird in den kommenden Wochen Schritt für Schritt eingeführt.

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