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Personal Trainer für fitte Mitarbeiter

Mit Schwung an die Arbeit - Gesundheitsprävention spielt in vielen Betrieben eine Rolle, manchmal hilft dabei sogar ein Personal Trainer.

Arbeitgeber haben ein Interesse daran, dass ihre Beschäftigten fit sind und möglichst lange voll einsatzfähig bleiben. In vielen Unternehmen soll ein „betriebliches Gesundheitsmanagement“ dabei helfen. Dazu zählt auch Betriebssport - und manchmal sogar der Einsatz eines Personal Trainers. In den vergangenen Jahren hat die Nachfrage von Firmenseite nach Personal Trainern zugenommen, ist die Erfahrung von Eginhard Kieß vom Premium Personal Trainer Club in Bergisch-Gladbach.

In der Regel sind es studierte Sportwissenschaftler, die ihren Kunden bei Fitness- und Gesundheitsfragen zur Seite stehen. Personal Trainer sind als individueller Sport-Partner für Manager im Einsatz, die mit Dauerlauf-Einheiten ihr Übergewicht bekämpfen oder Stress abbauen wollen, oder als professioneller Leiter von Betriebssportgruppen. Früher sei es üblich gewesen, dass Führungskräfte einen regelmäßigen Gesundheits-Check-Up vom Unternehmen bezahlt bekommen haben, sagt Kieß. Heute fehle oft schlicht die Zeit dafür. Gefragt seien nun flexible Angebote, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Ein persönlicher Trainer kostet nach den Angaben von Kieß je nach Region 80 bis 150 Euro in der Stunde. Diese Kosten würden manche Unternehmen komplett, andere zum Teil übernehmen. Dabei liege der Nutzen für die Firma auf der Hand: Die Chefs seien fitter, gesünder und fühlten sich dem Betrieb mehr verbunden. „Im Kampf um die besten Köpfe kann Personal Training den Firmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, sagt Pascal Senn, Sportwissenschaftler aus Karlsruhe.

„Der große Pluspunkt ist die individuelle Betreuung“, sagt der Personal Trainer Markus von Marées aus Wiesbaden. Beim Sport in einer Gruppe passe die Trainingsintensität meist nur für einige Teilnehmer - für den Rest sei sie zu intensiv oder fordere zu wenig. „Allerdings kommt es auch immer darauf an, was ich will. Wenn ich mich mit Gleichgesinnten ein bisschen bewegen will, kann eine Gruppe auch genau das Richtige sein.“

Wenn jemand jedoch wenig und unregelmäßig Zeit hat oder seine sportlichen Ziele möglichst effektiv erreichen will, lohne sich die Investition in einen persönlichen Trainer. „Der kommt zum Kunden, wann immer der es wünscht“, sagt von Marées. Gut ausgebildete Personal Trainer stellten zudem ein individuelles, langfristiges Trainingskonzept auf - bevor es mit dem Sport losgeht.

Dabei geht es laut von Marées nicht nur darum, mit den Kunden ein Lauftraining oder Nordic Walking zu absolvieren, Rad zu fahren oder Schwimmen zu gehen. „Für viele Klienten ist ein Gesundheitstraining sinnvoll, bei dem auch Entspannung oder die richtige Ernährung wichtige Themen sind.“

Nach einem ersten Beratungsgespräch schaue sich der Fachmann beim Probetraining an, wie sportlich der neue Kunde ist. Dann sollte ein Fitness-Check beim Arzt folgen: Ist der Blutdruck zu hoch? Besteht Übergewicht? „Anschließend ist es ganz wichtig, ein Ziel zu definieren“, sagt von Marées. Das können ein Dutzend Kilo weniger sein oder auch die Bewältigung eines einstündigen Jogginglaufs.

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